Überraschende Lebkuchen-Fakten fürs Weihnachtsfest

Mit diesen Lebkuchen-Fakten punktest du am Weihnachtsfest. 

Mit diesen Lebkuchen-Fakten punktest du am Weihnachtsfest. 

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Spannende FaktenHilft Lebkuchen deiner Verdauung? 

Wir verraten, ob wirklich krebserregende Stoffe im Lebkuchen stecken, er bei Magen-Darm-Problemen hilft und wo denn nun der Pfeffer im Pfefferkuchen steckt.

von
Luise Faupel

Feines Weihnachtsgebäck in Form von selbst gebackenen Guetzli oder Lebkuchen gehört zu den Weihnachtstagen dazu. Wie hilfreich wäre es da, wenn das süss-würzige Gebäck sogar Verdauungsprobleme verhindern würde? Mit diesen sechs Lebkuchen-Fakten bringst du beim Weihnachtstee Schwung in die Runde.

Der Name ist nicht zwingend Programm

Beim Namen Lebkuchen könnte man meinen, das Gebäck schenke einem neues Leben – etwa durchs Energiegeben. Zucker gibt bekanntlich einen Push, so abwegig ist der Gedanke also gar nicht. Tatsächlich leitet sich der Name aber wohl vom lateinischen libum ab, das Fladen bedeutet. Eine zweite Theorie besagt, dass der Name Lebkuchen vom Brotlaib abgeleitet wurde.

Traditioneller Lebkuchen mit Oblate.

Traditioneller Lebkuchen mit Oblate.

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Kritischer Inhaltsstoff

In Lebkuchen steckt Hirschhornsalz, ein Backtriebmittel. Klingt zunächst total natürlich und ursprünglich wurde dieses auch aus Klauen oder Horn gewonnen. Dieser Inhaltsstoff, der heute als E-Nummer 503 deklariert ist, wird jedoch kritisch gesehen: Der NDR gibt in einem Artikel an, dass beim Backen der Acrylamid-Gehalt des Stoffs zunehme – Acrylamid erhöht potenziell das Krebsrisiko. Deshalb wird dazu geraten, beim Selberbacken auf Alternativen zu setzen.

Isst du an den Feiertagen Lebkuchen?

Hilft bei Magen-Darm-Beschwerden

An den Festtagen ist das Foodkoma vorprogrammiert. Wie praktisch wäre es, wenn ausgerechnet das Weihnachtsgebäck Lebkuchen gegen Magen-Darm-Beschwerden helfen würde? Wegen seines Anteils am Gewürz Anis wird es ihm jedenfalls nachgesagt. Anis fördert die Verdauung, hilft bei Verdauungsproblemen, Blähungen, ist entzündungshemmend und wirkt appetitanregend.

Ein Herz für Lebkuchen: Sie sollen sogar bei Verdauungsproblemen helfen. 

Ein Herz für Lebkuchen: Sie sollen sogar bei Verdauungsproblemen helfen. 

Pexels / Cottonbro

In der Schweiz hat Lebkuchen viele Gesichter

Schon im alten Ägypten ass man Lebkuchen. Und bei den Römern. Der Lebkuchen, wie wir ihn heute kennen, stammt aus Belgien und geht aufs zwölfte Jahrhundert zurück. Aber was heisst eigentlich, «wie wir ihn kennen»? In der Schweiz gibt es Appenzeller Fladen, Luzerner Lebkuchen, Honiglebkuchen und noch mehr. Welcher ist dein Favorit?

Wo ist der Pfeffer?

Vor allem Pipi-Langstrumpf-Fans kennen Lebkuchen auch unter dem Namen Pfefferkuchen. Der Begriff kommt daher, dass Pfeffer früher oft als allgemeines Synonym für etliche Gewürze genutzt wurde. Im Lebkuchen steckt aber kein Pfeffer, dafür Anis, Fenchel, Kardamom, Zimt, Piment, Muskat, Ingwer und Nelken.

Klassische Gewürze und Zutaten des Lebkuchens.

Klassische Gewürze und Zutaten des Lebkuchens.

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Drei Lebkuchen-Varianten

Die bekanntesten Formen von und aus Lebkuchen sind der Bildlebkuchen, der Lebkuchenmann und das Lebkuchenhäuschen. Bildlebkuchen gibt es schon seit dem 15. Jahrhundert: Traditionell sind diese mit religiösen Motiven verziert, später kamen auch weltliche Bilder auf. Auch auf Volksfesten und Jahrmärkten, etwa dem Oktoberfest, kommen sie zum Einsatz.

Das Leb- oder Pfefferkuchenhaus wird auch Knusperhaus oder Hexenhaus genannt. Dieses geht tatsächlich auf das Märchen Hänsel und Gretel zurück. Auch in Osteuropa, in Skandinavien und im englischsprachigen Raum ist es beliebt. 

Verzierte Lebkuchen sind auch auf dem Oktoberfest beliebt.

Verzierte Lebkuchen sind auch auf dem Oktoberfest beliebt.

Pexels / Nikolett Emmert

Den Lebkuchenmann gibt es seit dem 16. Jahrhundert. Lebkuchenmänner und -frauen werden besonders im englischsprachigen Raum zu Festen, an Weihnachten, Halloween oder Ostern, verschenkt.

In der Schweiz klebt zudem auch ein Papiersamichlaus auf dem Lebkuchen. Diese Tradition reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, als der Nikolaus die Geschenke und den Baum brachte und noch nicht das Christkind. 

Welche Art Lebkuchen isst du am liebsten? Hast du ihn schon mal selbst gebacken?

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