«Blood Feud»: Hillary soll krank sein - und Obama hassen
Aktualisiert

«Blood Feud»Hillary soll krank sein - und Obama hassen

Hillary Clinton ist gesundheitlich weniger robust als gedacht. Das behauptet ein neues Buch, das zudem von einer «Blutfehde» zwischen den Clintons und Obamas berichtet.

von
sut

Praktisch gleichzeitig mit Hillary Clintons eben erschienenen Memoiren «Hard Choices» gibt ein Buch von Edward Klein Gegensteuer. Sein am Montag erschienenes Sachbuch «Blood Feud» (Blutfehde) gibt sich Mühe, hinter die für 2016 erwarteten Präsidentschaftskandidatur der früheren First Lady Fragezeichen zu setzen. Die kühnsten Behauptungen des umstrittenen Autors: Die heute 66-jährige Hillary neige zu Ohnmachtsanfällen, und zwischen den Clintons und Obamas herrsche praktisch Krieg.

Clintons letzte Schwindelattacke konnte nicht verheimlicht werden. Wie die Medien berichteten, erlitt die damalige Aussenministerin im Dezember 2012 eine Gehirnerschütterung, als sie durch einen Ohnmachtsanfall stürzte und mit dem Kopf am Boden aufschlug. In der Folge verbrachte Hillary Clinton einige Tage im New Yorker Presbyterian Hospital, wo ein Blutklumpen zwischen Schädel und Gehirn diagnostiziert wurde.

Schwächeanfälle, Stürze

Edward Klein behauptet nun, dass Hillary nicht etwa zu Hause, sondern im siebten Stock des Aussenministeriums gestürzt sei. Und er zählt andere Fälle von Schwindel und Ohnmacht auf. Clinton habe 2005 während einer Rede in Buffalo, New York das Bewusstsein verloren. Und ihr sei 2009 in Jemen beim Besteigen des Flugzeugs schwindlig geworden. Sie fiel um und brach sich den Ellbogen.

«Sie muss für den Rest des Lebens medizinisch genau überwacht werden», sollen Ärzte Hillarys Mann Bill gesagt haben, als er sie im Spital abholte. Laut der «New York Post» zitiert Klein in seinem Buch einen Herzspezialisten, der angeblich ihren Gesundheitszustand kennt, mit den Worten: «Das Besondere an Blutklumpen im Gehirn ist, dass sie zu einem Schlaganfall hätten führen können.»

Eine Gesundheitsschwäche, wie sie in Kleins Buch behauptet wird, wäre in zwei Jahren ein klarer Negativpunkt im Fall, dass Hillary Clinton als 69-Jährige ins Rennen um das Weisse Haus steigen sollte.

Bill Clinton soll Obama hassen

Nachteilig wäre auch, falls sich ein angeblicher Zwist zwischen den Familien Clinton und Obama bestätigen würde. Laut Klein soll Ex-Präsident Bill Clinton einmal gesagt haben: «Ich hasse diesen Mann Obama mehr als irgendeinen Mann, den ich je getroffen habe, mehr als irgendeinen Mann, der je gelebt hat.» Umgekehrt soll First Lady Michelle Obama Hillary Clinton abfällig «Hildebeest» genannt haben, ein Wortspiel um die als aggressiv bekannte südafrikanische Antilopenart Wildebeest.

Dass zwischen den zwei Top-Familien der US-Demokraten nicht immer eitel Sonnenschein geherrscht hat, ist bekannt. Insbesondere soll es Bill Clinton verletzt haben, als ihm Obama im Wahlkampf 2008 eine Neigung zum Rassismus unterschob. Bisher ging man davon aus, dass sich das Klima zwischen den Clintons und Obamas spätestens im Wiederwahlkampf 2012 klären würde. In dessen Verlauf griff Bill Barack mit zahlreichen Auftritten wirkungsvoll unter die Arme.

Autor nicht unbedingt glaubwürdig

Die Aussage des Buchs, dass der Konflikt weiterdreht, ist jedoch nicht unbedingt ernst zu nehmen. Edward Klein hat in früheren Büchern so wilde Behauptungen abgegeben, dass seine Glaubwürdigkeit selbst unter Konservativen angeschlagen ist. Die meisten Medien werden «Blood Feud» mit einigem Recht ignorieren.

Deine Meinung