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Ralph Krueger«Hiller ist der Schweizer Schlüsselspieler»

Trotz WM-Silber: Die Schweizer Hockey-Nati zählt der frühere Coach Ralph Krueger nicht zu den Olympia-Favoriten.

von
Peter Berger

Ralph Krueger ist in Sotschi als Berater der kanadischen Eishockey-Mannschaft tätig. Der 54-jährige Deutsch-Kanadier war bis 2010 während 13 Jahren Schweizer Nationalcoach. Nach den Olympischen Spielen wird er für den Fussballklub Southampton aus der Premier League als Berater in Kommunikations- und Führungsfragen tätig sein. Zuvor äussert sich Krueger aber noch zu Themen der Winterspiele.

Seine Aufgabe: «Sie besteht aus drei Teilen. Erstens kümmerte ich mich um die Taktik und Grundaufstellung unseres Teams. Auch bei der Kaderzusammenstellung war ich seit Juni involviert. Seit November war ich bei internationalen Turnieren unterwegs und stellte ein Profil der möglichen elf Gegner in der ersten Playoff-Runde zusammen. In Sotschi werde ich mir Trainings und Spiele aller Mannschaften ansehen. Weil Kanada und die USA die einzigen Nationen ohne Vollzeit-Headcoach sind, bin ich in diese Lücke gesprungen. Ich plane und organisiere, damit wir alle in Sotschi dann fokussiert sein können.»

Favorit: «Kanada. Die Titelverteidigung ist unser grosses Ziel. Knapp hinter uns sehe ich Schweden und Russland. Die Finnen und die USA muss man auch sehr ernst nehmen. Danach folgt die Dreiergruppe mit der Schweiz, Slowakei und Tschechien, die an einem guten Tag jeden schlagen kann. Gegen diese drei Teams darf man sich nie ausruhen. Die genannten acht Mannschaften werden die Medaillen unter sich ausmachen.»

Schweizer Schlüsselspieler: «Jonas Hiller. Er befindet sich bei Anaheim in einem Rausch und war im Januar der beste Goalie auf dieser Erde. Er gibt der Schweiz in jedem Spiel die Chance zu gewinnen.»

Die Schweiz: «Sie ist mein Anker, mein Fundament. Ich freue mich immer, wenn ich am Flughafen Zürich lande, denn in der Schweiz fühle ich mich zuhause.»

Ralph Krueger ist am Donnerstag um 20.15 Uhr beim Teleclub zu Gast in «persönlich by Claudia Lässer». Der 54-jährige Deutsch-Kanadier spricht dabei nicht nur über den Sport, sondern gibt auch Privates preis.

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