Aktualisiert 28.07.2004 17:03

«Himmelsscheibe von Nebra» restauriert

Das 3600 Jahre alte Artefakt ist fertig restauriert: Zum Abschluss der Arbeiten wurde das wiederhergestellte Original des archäologischen Sensationsfundes am Mittwoch erstmals in Halle präsentiert.

Die Bronzescheibe zeigt die älteste bekannte konkrete Himmelsdarstellung der Menschheitsgeschichte. Sie wurde im Juli 1999 von zwei Raubgräbern auf dem 252 Meter hohen Mittelberg bei Nebra entdeckt.

Die Scheibe wird Mittelpunkt von einer Ausstellung unter dem Motto «Der geschmiedete Himmel - Die weite Welt im Herzen Europas vor 3600 Jahren» sein. Die Scheibe wird in diesem Rahmen im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle der breiten Öffentlichkeit gezeigt (15. Oktober 2004 bis 24. April 2005).

Nach jahrelanger Odyssee waren Teile der Scheibe am 23. Februar 2002 in der Schweiz bei einer fingierten Verkaufsauktion sichergestellt worden. Die beiden Raubgräber wurden wegen Unterschlagung und Hehlerei im September 2003 in Naumburg zu Bewährungsstrafen und einer Geldstrafe verurteilt.

Auf der fast kreisrunden Scheibe mit einem Durchmesser von 32 Zentimetern sind in Gold ein Schiff, dazu Sonne, Vollmond und Sterne abgebildet. Mit Hilfe von zwei Bögen am Rand der Scheibe kann die Winter- und Sommersonnenwende bestimmt werden. Eine Ansammlung von sieben Goldpunkten wurde als Sternenhaufen der Plejaden in einer Konstellation wie vor 3600 Jahren erkannt. (sda)

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