Hingis triumphiert in Rom
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Hingis triumphiert in Rom

Im elften Turnier seit dem Comeback hat es geklappt. Martina Hingis trug beim Tier-I-Turnier in Rom ihren Namen erstmals seit über 51 Monaten wieder in die Siegerliste der WTA-Tour ein. Sie gewann den Final gegen Dinara Safina (Russ) 6:2, 7:5.

Mit dem Finalsieg in Rom, wo sie schon vor acht Jahren triumphiert hatte (gegen Venus Williams), verbesserte Hingis (WTA 21) ihre Jahresbilanz auf 31:10 Siege. Seit die frühere Weltnummer 1 im Januar ihr Comeback gegeben hatte, erreichte auf der WTA-Tour nur die mittlerweile auf Platz 3 des Rankings vorgerückte Nadia Petrowa (Russ) mehr Erfolge (33).

Hingis selbst holte sich in Rom nicht nur den Siegercheck von 196 900 Dollar ab, sondern steigerte ihre fürs WTA-Ranking relevante Punktzahl auf 1160 Punkte und schaffte so den Sprung in die Top 15.

Auf dem Weg zum Sieg in der italienischen Hauptstadt hat Hingis nicht den Weg des geringen Widerstandes wählen können. Zwar haben die Topgesetzte Weltnummer 1 Amélie Mauresmo sowie die Russin Maria Scharapowa kurzfristig abgesagt, doch noch immer figurierten 13 Top-20-Spielerinnen in der Draw; und Hingis schaffte es, innerhalb von fünf Tagen mit Nicole Vaidisova (Tsch/WTA 15), Francesca Schiavone (It/11), Flavia Pennetta (It/18), Venus Williams (USA/12) und Dinara Safina (19) fünf besser klassierte Widersacherinnen zu schlagen.

Im Final fiel der Ostschweizerin der Erfolg indes relativ leicht. Schnell ging sie mit drei Breaks 5:0 in Führung und gewann den Startsatz letztlich ungefährdet in nur 32 Minuten 6:2. Im zweiten Durchgang schaffte es Hingis erneut gleich zu Beginn, Safina den Service abzunehmen. Die Schweizerin lag in diesem Game 15:40 im Rückstand, ehe Safina drei an sich einfache Bälle nicht ins Feld brachte. Ohnehin spielte die Russin sehr fehlerhaft; vorab bei der beidhändig geschlagenen Rückhand stimmten weder das Timing noch die Präzision.

Hingis zeigte derweil den fast 10 000 Zuschauern auf dem «Centrale» des Foro Italico die ganze Breite des (schönen) Tennis. Sie variierte ihre Schläge derart, dass die zu ungestüm auf Angriff ausgerichtete Safina immer wieder aus dem Rhythmus fiel. Auch ohne fabelhafte Quote beim ersten Service (61 Prozent) dominierte Hingis die Partie fast nach Belieben.

Erst nachdem Hingis im zweiten Satz mit Doppelbreak 4:1 in Führung gegangen war, konnte sich Safina auf Augenhöhe mit Hingis duellieren. Hingis verspielte die Führung, konnte bei 5:4 zum Turniersieg servieren und musste Safina gleichwohl den Ausgleich zugestehen. Und bei 6:5 musste Hingis drei Breakbälle abwehren, ehe sie den vierten Matchball nach 86 Minuten verwertete; Safina schlug den Ball dabei mit der Rückhand einen Meter hinter die Grundlinie.

Sandplatz-Turnier in Rom, Finale

Martina Hingis - Dinara Safina 6:2, 7:5

(fox/si

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