Bootsdrama auf Bielersee: Hinweise aus der ganzen Schweiz
Aktualisiert

Bootsdrama auf BielerseeHinweise aus der ganzen Schweiz

Acht Tage nach dem tragischen Bootsunglück auf dem Bielersee sind zahlreiche Hinweise zum gesuchten Boot und möglichen Personen darauf bei der Polizei eingegangen.

Die Polizei sucht noch immer nach dem flüchtigen Kapitän eines Bootes, der auf dem Bielersee ein Gummiboot überfahren und dabei eine junge Frau getötet hat. Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung werden überprüft, was jedoch Zeit brauche, heisst es bei der Kantonspolizei Bern auf Anfrage.

Hier handle es sich nicht um einen TV-Krimi, in dem der Täter nach kurzer Zeit schon ermittelt sei, sagte Polizeisprecher Michael Fichter am Montag zur Nachrichtenagentur SDA. Einige Hinweise hätten sich als wertvoll erwiesen und müssten nun im Detail ausgeleuchtet werden. Hierfür brauche die Sonderkommission mit rund 30 Polizisten die nötige Zeit.

Deutlich mehr als hundert Hinweise

Wie viele Hinweise die Polizei im Zusammenhang mit dem Unglück auf dem Bielersee erhalten hat, wollte Fichter nicht bekanntgeben. Es seien aber deutlich mehr als hundert. «Die Hinweise betreffen das gesuchte Boot, aber auch die Personen, die sich darin befunden haben könnten», führte Fichter aus. Zu einzelnen Hinweisen, die übrigens aus der ganzen Schweiz eingetroffen seien, gebe die Kantonspolizei keine Kommentare ab. Nach wie vor gehe sie aber allen möglichen Spuren nach.

Die beim Unfall auf dem Bielersee getötete 24-jährige Frau und ihr Freund waren am Sonntag vor einer Woche an Bord eines gelben Gummiboots von der St. Petersinsel in Richtung Lüscherz BE gepaddelt, als sich das Motorboot mit hoher Geschwindigkeit näherte. Trotz Rufen und Handzeichen änderte der Lenker seinen Kurs nicht. Das Paar sprang ins Wasser, um sich zu retten. Doch die junge Frau wurde vom Boot erfasst und so schwer verletzt, dass sie noch am Unfallort verstarb. Das Motorboot fuhr ohne anzuhalten in Richtung Biel weiter.

(sda)

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