England urteilt: «Hirntoter Terry»
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England urteilt«Hirntoter Terry»

Was hat sich John Terry bei seiner Attacke gegen Barças Alexis Sanchez bloss gedacht? Obwohl er sich nach der Roten Karte reuig zeigt, kann sich der Chelsea-Captain den CL-Final abschminken.

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John Terrys Aussetzer gegen Alexis Sanchez. (Video: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=2gI3IhT4014"_blank">YouTube</a>)

«Ich gehöre nicht zur dieser Sorte Spieler», sagte John Terry nach seinem Platzverweis im Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona. Der Captain der «Blues» wurde in der 37. Minute nach einer Tätlichkeit an Barças Alexis Sanchez vom Platz gestellt. Das englische Boulevard-Blatt «The Sun» bezeichnete den Nationalspieler nach dessen Aussetzer als «brain-dead Terry» (hirntoter Terry).

Dass das Foul rotwürdig war, gab Terry nach dem Spiel mehr oder weniger zu. «Ich habe mein Knie angehoben, was ich vielleicht besser nicht hätte tun sollen», sagte der 31-Jährige und bat im gleichen Atemzug um Vergebung. «In der Wiederholung sah es schlimm aus, aber diejenigen, die mich kennen, sollten wissen, dass ich nicht diese Art Spieler bin.» Davon kann sich der Innenverteidiger nichts kaufen. Beim Finalspiel in München und während zwei weiteren Spielen werden die «Blues» ohne ihren Captain auskommen müssen.

Di Matteo nimmt Terry in Schutz

Chelsea muss im Endspiel nicht nur ohne Terry antreten. Coach Roberto di Matteo hat mit Ramires, Ivanovic und Meireles drei weitere Stammspieler, die zu viele Gelbe Karten aufweisen und so zum Zuschauen verdammt sind. Wahrlich keine optimale Ausgangslage, dessen ist sich auch der Rot-Sünder bewusst. «Ich will mich bei meinem Team entschuldigen, ich fühle mich so, als würde ich sie hängenlassen», zeigte sich Terry gegenüber «The Sun» reuig. Der 72-fache Internationale entschuldigte sich auch bei den Fans für seinen Aussetzer. Das, was den Innenverteidiger aber am meisten schmerzen wird, ist die Tatsache, dass er den Final verpassen wird.

Interimscoach di Matteo nahm seinen Spieler in Schutz. «Er ist ein fantastischer Leader. Jedem kann ein solcher Fehler passieren», sagte der Italo-Schweizer nach dem Halbfinal-Triumph über Barça. Der Zeitpunkt, den sich der Chelsea-Captain für seinen Aussetzer ausgesucht hat, ist jedoch mehr als ungünstig.

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