Aktualisiert 04.03.2019 09:36

Chur - Felsberg

Hirsch prallt mit Taxi zusammen – Auto kaputt

Bei einem Wildunfall am Donnerstagabend zwischen Felsberg und Chur ist ein Hirsch ums Leben gekommen. Das Auto erlitt vermutlich einen Totalschaden.

von
jeb
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Dieser Hirsch kam am Donnerstagabend (14.2.2019) auf der Hauptstrasse zwischen Felsberg und Chur bei einem Unfall mit einem Auto ums Leben.

Dieser Hirsch kam am Donnerstagabend (14.2.2019) auf der Hauptstrasse zwischen Felsberg und Chur bei einem Unfall mit einem Auto ums Leben.

Leser-Reporter/Dario Casale
Das Tier lief im Dunkeln unvermittelt auf die Strasse, wie der Leser-Reporter Dario Casale berichtet.

Das Tier lief im Dunkeln unvermittelt auf die Strasse, wie der Leser-Reporter Dario Casale berichtet.

Leser-Reporter/Dario Casale

«Wir fuhren auf der Strasse zwischen Felsberg und Chur hinter einem Taxi her, als plötzlich aus dem Dunkeln ein Hirsch vor dem Taxi auf die Strasse lief», sagt der Leser-Reporter Dario Casale zu 20 Minuten. Man habe das Tier vorher nicht sehen können, da es völlig unvermittelt auf die Strasse gelaufen sei. Der Unfall geschah am Donnerstagabend zwischen 20 und 21 Uhr.

«Der Hirsch lag nach dem Aufprall auf dem Boden und zappelte erst noch, ist aber kurze Zeit später an Ort und Stelle verstorben», so der Leser-Reporter. Der von der Polizei aufgebotene Wildhüter kümmerte sich nach dem Unfall um das Tier. Er schätzte den Hirschen auf ein Gewicht von rund 120 Kilo.

Taxifahrerin unverletzt

Am Unfallauto sei vermutlich Totalschaden entstanden. Die Scheibe sei zum Beispiel zerstört gewesen. Das Taxiunternehmen bestätigt, dass das Auto Schaden genommen hat. Ob es ein Totalschaden ist, das müsse der Versicherungsexperte erst noch analysieren. Auf den ersten Blick schaue es aber danach aus. Die Taxifahrerin sei unverletzt und bei guter Gesundheit.

Laut Kantonspolizei Graubünden liegen die Zahlen der Wildunfälle derzeit im Rahmen der Vorjahre. Aufgrund der Schneeverhältnisse muss man auch in tieferen Lagen mit Wild rechnen.

Ein Video vom TCS zeigt, was für Folgen ein Zusammenstoss mit einem Wildtier haben kann:

Und hier kann man nachlesen, weshalb man im Kanton Graubünden Unfallwild nicht einfach nach Hause nehmen darf, um es danach zu essen.

So verhält man sich nach einem Wildunfall

Ist es passiert, sofort anhalten und die Warnblinker einschalten. Die Unfallstelle mit einem Pannendreieck sichern und die Polizei über die Nummer 117 benachrichtigen. Sie bietet den zuständigen Wildhüter oder Jäger auf. Dem Wildtier sollte man sich nach dem Unfall auf keinen Fall nähern. Nicht versuchen, dem Tier selber zu helfen - es gerät dadurch nur noch mehr in Stress und Angst. Jeder Wildunfall muss gemeldet werden - auch wenn das Tier unverletzt scheint und davon gerannt ist. So können die Tiere gesucht, professionell versorgt und wenn nötig von ihren Leiden erlöst werden.

So vermeidet man einen Wildunfall

Passiert man als Autofahrer Verkehrschilder, die vor Wildwechsel warnen, sollte man das Tempo reduzieren. Besondere Vorsicht ist morgens, beim Eindunkeln und in der Nacht geboten. Besonders im Blick behalten sollte der Lenker Wald- und Feldränder. Sind Wildtiere in Strassennähe zu sehen, sollte das Tempo gedrosselt und der Scheinwerfer auf Abblendlicht geschaltet werden. Wenn die Tiere sich bereits auf der Strasse befinden: Hupen, Abblendlicht und Warnblinker einschalten, möglichst anhalten.

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