Krieg im Nahost: Hisbollah-Chef ruft zu neuer Intifada auf
Aktualisiert

Krieg im NahostHisbollah-Chef ruft zu neuer Intifada auf

Angesichts der israelischen Militäroffensive gegen die im Gazastreifen regierende Hamas hat auch Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah zu einer neuen Intifada gegen Israel aufgerufen.

«Ich schliesse mich den palästinensischen Anführern an, die eine dritte Intifada gefordert haben», sagte der Anführer der radikalen Miliz am Montag in einer Rede, die in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut ausgestrahlt wurde.

Im dortigen Stadion El Raja demonstrierten zehntausende Menschen gegen die Luftangriffe Israels. «Volk von Palästina, wehre dich - mit Raketen und Messern», rief die aufgebrachte Menge. Die Demonstranten schwenkten palästinensische Fahnen und Flaggen der Hisbollah.

Auch in anderen arabischen Ländern sowie im Iran kam es erneut zu Demonstrationen. In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa protestierten rund 9000 Frauen. Sie trugen Transparente mit Aufschriften wie Der «Heilige Krieg ist die Lösung» und «Holt die Waffen raus, die in den Kammern rosten».

Auch in Syrien, Oman, Ägypten und Mauretanien kam es zu grösseren Protestaktionen. In der iranischen Hauptstadt Teheran gingen zehntausende Menschen an die staatlich organisierte Demonstration.

Auch in Griechenland gab es Proteste. Die Polizei trieb vor der israelischen Botschaft in Athen mehrere Hundert Demonstranten mit Tränengas auseinander.

Am Samstag hatte bereits der im Exil lebende Chef der radikalislamischen Hamas, Chaled Maschaal, die Palästinenser zu einer neuen Intifada gegen Israel aufgerufen. Nach palästinensischen Angaben kamen seit Beginn der israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen am Samstag mehr als 320 Menschen ums Leben.

(sda)

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