Nur dürftige Beweise: Hisbollah: Israel in Hariri-Mord verwickelt
Aktualisiert

Nur dürftige BeweiseHisbollah: Israel in Hariri-Mord verwickelt

Hisbollah-Führer Scheich Hassan Nasrallah hat Israel vorgeworfen, in die Ermordung des früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri involviert zu sein - und will Beweise dafür haben.

Die Hisbollah ist an solche Luftüberwachungs-Bilder Israels gelangt - und glaubt an ein Mordkomplott Israels.

Die Hisbollah ist an solche Luftüberwachungs-Bilder Israels gelangt - und glaubt an ein Mordkomplott Israels.

Auf einer Pressekonferenz präsentierte Nasrallah Bilder, bei denen es sich um israelische Luftaufklärung handeln soll. Die Aufnahmen von Orten, an denen sich Hariri häufig aufgehalten habe und von der Stelle, an der er am 14. Februar 2005 getötet wurde, seien zwar kein unumstösslicher Beweis. Damit eröffneten sich aber neue Möglichkeiten bei den Ermittlungen, erklärte Nasrallah.

Damit sei bewiesen, dass Israel den Aufenthaltsort Hariris verfolgt habe, um ihn zu töten, sagte der Hisbollah-Führer am Montag auf der Pressekonferenz, zu der er über Satellit zugeschaltet war. Die Aufnahmen seien von der Hisbollah zwischen den 1990er Jahren und 2005 abgefangen worden. Israel wies die Vorwürfe zurück. Die gesamte internationale Gemeinschaft wisse, dass sie «einfach lächerlich» seien, sagte ein Gewährsmann.

Das Attentat auf Rafik Hariri am 14. Februar 2005 hatte eine Welle antisyrischer Proteste ausgelöst, da die Regierung in Damaskus als Urheberin des Anschlags verdächtigt wurde. Nach massiven Protesten der Opposition stürzte erst die pro-syrische Regierung im Libanon. Daraufhin wurden die syrischen Streitkräfte gezwungen, das Land nach 29-jähriger Militärpräsenz zu verlassen. (dapd)

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