Luzern: Historischer Juso-Sieg – Cars vom Inseli verbannt
Aktualisiert

LuzernHistorischer Juso-Sieg – Cars vom Inseli verbannt

Die Juso feiert, dass ihre Initiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine» angenommen wurde, und freut sich, denn bis 2019 müssen alle Cars vom Inseli in Luzern verschwinden.

von
jas
Die Initiative «Für ein lebendiges Inseli statt Blechlawine» wurde mit 51,61 Prozent Ja-Stimmen angenommen.

Die Initiative «Für ein lebendiges Inseli statt Blechlawine» wurde mit 51,61 Prozent Ja-Stimmen angenommen.

jas

Noch nie hatte die Juso mit einer Initiative Erfolg – und nun verbannt sie gleich alle Cars vom Inseli in Luzern. Die Luzerner haben am Sonntag die Juso-Initiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine» mit einem Ja-Stimmenanteil von 51,6 Prozent angenommen (Stimmbeteiligung: 51,5 Prozent).

Ab 2019 dürfen Cars nicht mehr am Inseli parkieren

Die Initiative verlangte, dass die 26 Carparkplätze beim Inseli aufgehoben werden und der bestehende Park erweitert wird. Ziel ist eine Aufwertung dieses dicht bebauten Stadtteils. Der Stadtrat und der Grosse Stadtrat hatten das Ansinnen unterstützt. Der Stadtrat will die aufgehobenen Parkplätze anderswo kompensieren; wo ist noch offen. Die Määs wird bleiben, auch einige Car-Anhalteplätze in Bahnhofsnähe sind vorgesehen. Erst ab 2019 wird aber damit begonnen, die Carparkplätze aufzuheben, ab 2023 wird das Inseli neu gestaltet.

Die Gegner der Vorlage argumentierten, dass es schwierig sein werde, die aufgehobenen Parkplätze für Reisebusse an anderen Standorten zu kompensieren. Der Tourismus sei auf diesen zentralen Standort angewiesen. Einige Gegner befürchten nun ein Car-Chaos.

«Historischer Tag» für die Juso

Die Juso feiert mit der Annahme der Initiative «einen historischen Tag», so Präsident Linos Petermann – es war das erste Mal überhaupt in der Parteigeschichte, dass die Juso mit einer Initiative Erfolg hatte. Petermann begründet den Sieg so: «Die Luzerner wollen Aussenräume aufwerten und städtebauliche Qualität fördern.» Auch zeige die Abstimmung, dass negative Auswirkungen des Tourismus – wie die vielen Reisebusse in Luzern – diskutiert werden müssten.

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