Historischer Sieg der SVP

Aktualisiert

Historischer Sieg der SVP

Die SVP setzt ihren Siegeszug in Nidwalden fort: Ihr Kandidat Ueli Amstad schnappte im zweiten Wahlgang der CVP einen Regierungsratssitz weg.

von
Anne-Käthi Kremer

In der ersten Runde der Regierungsratsersatzwahlen im Februar hatte der 49-jährige Elektroinstallateur und Landrat Ueli Amstad das absolute Mehr um 19 Stimmen verpasst. Gestern nun hat er mit 8802 Stimmen nochmals kräftig zugelegt und seinen CVP-Kontrahenten Martin Ambauen mit 5883 Stimmen klar hinter sich gelassen. Peter Wyss, Präsident der SVP Nidwalden, freut sich über den historischen Sieg.

Die Stimmbeteiligung lag mit 53,8 Prozent unerwartet hoch. «CVP-Bundesrätin Doris Leuthard hat der SVP einen Bärendienst erwiesen», sagt Wyss. Dies, weil Leuthard mit ihrer Bekanntgabe des Bundesratsbeschlusses gegen die Pilatus-Flugzeugwerke die Leute mobilisiert habe. «Diesem blödsinnigen Fehlentscheid», so Wyss, «wird sich der neue Regierungsrat Ueli Amstad nun als Erstes annehmen.»

Für den Politologen Iwan Rickenbacher ist die Wahltaktik der CVP klar fehlgeschlagen: «Einen Kandidatenwechsel zwischen dem ersten und dem zweiten Wahlgang goutiert das Volk nicht», sagt Rickenbacher. «Die Partei hat sich diesen Sitzverlust selbst eingebrockt», so der ehemalige CVP-Sekretär.

Deine Meinung