Hitlers goldenes Parteiabzeichen entwendet
Aktualisiert

Hitlers goldenes Parteiabzeichen entwendet

Raffinierte Diebe haben in Moskau den russischen Geheimdienst mit dem Diebstahl von Hitlers goldenen Parteiabzeichen lächerlich gemacht.

Fünf Jahrzehnte lang lag das NSDAP-Abzeichen aus dem Zweiten Weltkrieg sicher im Lubyanka, dem Hauptquartier des russischen Geheimdiensts FSB (ehemals KGB). Nun wurde die Parteianstecknadel mit der Nummer 1 erstmals öffentlich ausgestellt und prompt auf spektakuläre Weise gestohlen.

Wie die britische Tageszeitung «The Times» am Samstag berichtete, seilte sich der Einbrecher filmreif mit einer Kletterausrüstung vom Dach des Gebäudes ab und entfernte ein Fenster, um einzusteigen. Die Behörden gehen vom Werk eines Profis aus und entsprechend klein ist die Hoffnung, das Diebesgut wieder zu finden. Eine Theorie der russichen Polizei deutet darauf hin, dass der Dieb im Auftrag einer russischen Neo-Nazi-Gruppe oder eines rechtsextremen Sammlers handelte.

Der Diebstahl soll sich bereits am 30. Juni dieses Jahres ereignet haben, wurde aber erst jetzt bekannt. Der russische Geheimdienst übt sich nun in Schadensbegrenzung und hat beteuert, dass das gestohlene Abzeichen nur eine Kopie sei. Viele russische Experten bezweifeln das allerdings und beziffern den Wert des Originals auf bis zu 3 Millionen Euro.

Doppelt schmerzlich für die russischen Behörden: Der Dieb hätte noch am Tatort gestellt werden können, da er bei seinem Einstieg die Alarmsensoren auslöste. Das diensthabende Wachpersonal liess sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und schob den Alarm auf eine streunende Katze ab. «Wenn unsere Wachleute nicht damit beschäftigt gewesen wären, ihre Schuhe zu binden, hätten wir den Dieb noch am Tatort verhaften können», gab ein Vorgesetzter säuerlich zu Protokoll.

Deine Meinung