Aktualisiert 05.09.2006 12:55

Hitlers Schreibtisch unterm Hammer

Ein Schreibtisch und ein Stuhl Adolf Hitlers aus den späten 20er Jahren sollen bei einer Auktion in London bis zu 790.000 Euro erbringen.

Die im Auftrag eines ungenannt bleibenden Sammlers aus den USA angebotenen Stücke stammen aus der Zeit vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten und gehörten zur Möblierung des Hitler-Appartements am Münchner Prinzregentenplatz. Sie wurden dort 1929 von der Möbelfabrik Ballin angeliefert.

Die Stücke sind Hitler seinerzeit von Elsa Bruckmann geschenkt worden, der Frau des Verlegers Hugo Bruckmann, die zu den frühen Förderern des späteren Reichkanzlers und «Führers» des Deutschen Reiches gehörten. Der Schreibtisch aus Eiche hat eine eingelassene Schreibauflage aus Leder und Schubladen auf beiden Seiten. Der Stuhl ist ebenfalls mit Leder bezogen. Die Stücke sind nach Katchadorians Auskunft in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts aus US-Regierungsbeständen in den Besitz des amerikanischen Sammlers gelangt. Die US-Besatzungsmacht hatte in Hitlers ehemaligem Münchner Wohnhaus 1945 eine Divisionsbefehlsstelle unterhalten und bei ihrem Abzug alles Inventar mitgenommen. Anders als etwa die Reichskanzlei in Berlin oder Hitlers Feriensitz auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden blieb sein Wohnhaus aus den Anfangsjahren der «Bewegung» bei Kriegsende erhalten.

(dapd)

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