Hitze in Moskau: Zehn Tote in der U-Bahn
Aktualisiert

Hitze in Moskau: Zehn Tote in der U-Bahn

Väterchen Frost macht ferien: Der europäische Teil Russlands erlebt in diesen Tagen den heissesten Mai seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen vor 130 Jahren.

In der Hauptstadt Moskau zeigten die Thermometer am Dienstag den Rekordwert von 36 Grad Celsius an.

Weil Hunderttausende Klimaanlagen angeschaltet wurden, kam es in einigen Stadtteilen zu Stromengpässen, wie der nationale Stromversorger EES Rossii mitteilte. Üblicherweise ist es in Moskau in der letzten Maiwoche um die 25 Grad warm.

In der Moskauer Metro, die täglich von Millionen Fahrgästen genutzt wird, starben seit Wochenbeginn zehn Menschen wegen der Hitze an Herzversagen. Moskaus Eisverkäufer steigerten ihren Umsatz um 60 Prozent, berichtete der Radiosender «Echo Moskwy».

Kühles Bier erfreute sich noch stärkerer Nachfrage: Der Strassenverkauf stieg im Vergleich zum Monatsanfang fast um das Doppelte an. Meteorologen warnten vor möglichen schweren Gewittern bei einem Wetterumschwung in den kommenden Tagen.

(sda)

Deine Meinung