Länderspiel gegen Finnland: Hitzfeld: «Neue Spieler können sich empfehlen»
Aktualisiert

Länderspiel gegen FinnlandHitzfeld: «Neue Spieler können sich empfehlen»

Es geht zwar nicht um Punkte für die WM-Qualifikation, aber das Länderspiel gegen Finnland vom Mittwochabend in St. Gallen ist für National-Coach Ottmar Hitzfeld trotzdem wichtig.

von
Peter Haab

Die Nati-Spieler sind im Normalfall für solche Testspiele kurz vor der Winterpause nur schwer zu motivieren. Alex Frei, Tranquillo Barnetta und Co. konzentrieren sich lieber auf die Einsätze mit ihren Klubs und achten vor allem darauf, sich bei derartigen Nati-Einsätzen nicht zu verletzen. Priorität hat die jeweilige Landes-Liga. Entsprechend tief war jeweils das Niveau in den diversen Freundschafts-Spielen in der Ära von Köbi Kuhn.

Für Nachfolger Ottmar Hitzfeld ist der Finnland-Match (nach Zypern) erst das zweite Länderspiel, in dem es nicht um WM- oder EM-Punkte geht. Wer von Hitzfelds Spielern jedoch gewillt ist, sich in der Nationalmannschaft einen Stammplatz zu erkämpfen, steigt mit einer ganz anderen Einstellung in einen solchen Testmatch. Egal, ob er wie Blerim Dzemaili erstmals aufgeboten wurde, oder in der jüngeren Vergangenheit – wie Vize-Captain Ludovic Magnin – auf der Ersatzbank Platz nehmen musste.

Magnin war in den letzten beiden Spielen gegen Lettland und Griechenland nur Zuschauer, weil der jetzt verletzte Christoph Spycher auf der Position des linken Aussenverteidigers von Hitzfeld den Vorzug erhielt. Gegen Finnland wird der Stuttgart-Söldner deshalb sicher nicht mit angezogener Handbremse auftreten. Und Blerim Dzemaili, der erstmals seit März 2007 wieder im Aufgebot der A-Nationalmannschaft steht, will Ottmar Hitzfeld beweisen, dass er eine valable Alternative zu bewährten Mittelfeldspielern wie Benjamin Huggel oder Gökhan Inler ist.

«Genau darum geht es in einem solchen Spiel», bestätigt Ottmar Hitzfeld. «Im Match gegen Finnland können sich neue Spieler empfehlen.» Weil sich der 25-jährige Tessiner Marco Padalino von Sampdoria Genua am Sonntag verletzt hat, waren beim Zusammenzug im Hotel Säntispark in Abtwil am Montagmittag allerdings nur zwei Neulinge dabei. Nati-Trainer Hitzfeld geht es vor allem darum, die Spieler aus Italiens Serie A kennen zu lernen. «Reto Ziegler war in der U21 ein Leistungsträger und Dzemaili hat bei Bolton ein Jahr lang kaum je gespielt, dann aber in Italien innert kurzer Zeit ein sehr gutes Niveau erreicht», begründet Hitzfeld das Aufgebot für die beiden Italien-Söldner.

Am Montagabend um 18.00 Uhr findet in der AFG Arena ein öffentliches Training statt. Am Dienstag trainiert die Nationalmannschaft im Stadion Gründenmoos hinter verschlossenen Türen. Der Spielbeginn am Mittwochabend ist auf 20.30 Uhr angesetzt.

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