WM-Qualifiktation: Hitzfeld redet – und sagt dabei nichts
Aktualisiert

WM-QualifiktationHitzfeld redet – und sagt dabei nichts

Mit einem Sieg am Mittwoch gegen Moldawien kann sich die Schweiz im Rennen um die WM-Qualifikation in die Pole-Position in der Gruppe 2 schieben.

von
Sandro Compagno

Voraussetzung ist, dass Ottmar Hitzfelds Wunsch wie schon am letzten Samstag in Erfüllung geht: ein Unentschieden zwischen Griechenland und Israel. «Rechenspiele will ich keine machen», sagte der Nati-Coach an der Medienkonferenz im Stade de Genève. Das einzige Spiel, das Hitzfeld 33 Stunden vor dem Anpfiff zu Schweiz – Moldawien spielte, hiess: So beantworte ich Fragen, ohne etwas zu sagen.

Beispiel 1: Herr Hitzfeld, was halten Sie von der Leistung Barnettas am Samstag in Moldawien? Hitzfeld: «Ich war mit der Leistung zufrieden.» Wieso? «Ich bin generell zufrieden, wenn meine Mannschaft drei Punkte holt.» Aha.

Beispiel 2: Herr Hitzfeld, wäre jetzt der Zeitpunkt, im zentralen Mittelfeld Dze­maili anstelle von Inler zu bringen? «Ich freue mich, dass wir Konkurrenz in der Mannschaft haben.» So so.

Wenn die Moldawier so mauern wie Hitzfeld an der Medienkonferenz, dann gibts ein 0:0. Und das ist zu wenig für die Schweizer Nati. Ein Sieg am Mittwoch wäre für sie der vierte Erfolg in Serie in der WM-Qualifikation. Knöpfen sich zudem Griechenland und Israel – wie schon am Samstag beim 1:1 in Tel Aviv – gegenseitig zwei Punkte ab, dann geht die Schweiz im Herbst mit zwei Zählern Vorsprung in den Endspurt um einen Platz für Südafrika.

Der beginnt am 9. September in Lettland. Dazu gibt es die Revanche in Luxemburg und die beiden Heimspiele gegen Griechenland und ­Israel. Und in diesen Spitzenspielen reichen der Nationalmannschaft unter Umständen schon zwei Remis.

Wer hätte das nach dem 1:2 gegen Luxemburg gedacht?

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