Der Stinkefinger: Hitzfeld tuts schon wieder

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Der StinkefingerHitzfeld tuts schon wieder

Ottmar Hitzfelds Stinkefinger beim 1:1 gegen Norwegen sorgte für viel Aufruhr. Vor der Abreise nach Island zeigt ihn der Nati-Coach erneut, allerdings nur seinen Spielern und erst noch unabsichtlich.

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pre/fox

Nach einem 90-minütigen Training am Mittag in Freienbach flog das Schweizer Nationalteam am späten Sonntagnachmittag von Zürich-Kloten nach Reykjavik. Dort erwartet die SFV-Auswahl am Dienstag um 18.30 Uhr Ortszeit zwar ein unbequemer Gegner, jedoch weniger unangenehme äussere Bedingungen als womöglich befürchtet. Der Wetterbericht für Reykjavik meldet für Dienstagabend zwar nur 4 bis 5 Grad, aber immerhin schönes Wetter.

Das Training in Freienbach lieferte keine Erkenntnisse über die Aufstellung. Hitzfeld verzichtete auf taktische Übungen, hielt dafür eine längere Ansprache. Dabei streckte er vor der Mannschaft auch beide Mittelfinger aus. Offenbar unabsichtlich. «Das ist Teil seiner natürlichen Gestik», sagte Nati-Medienchef Marco von Ah gegenüber 20 Minuten Online am Flughafen. Was der Nati-Coach seinen Spielern erklärte, ist leider unklar. Hitzfeld hatte nach dem 1:1 gegen Norwegen dem Schiedsrichter den Stinkefinger gezeigt und damit einen Riesenwirbel ausgelöst.

Derdiyok nicht nach Island

Die Reise in den Norden machten nur 22 Spieler mit. Der gesperrte Eren Derdiyok verliess das Team und kehrte nach Hoffenheim zurück. Nationalcoach Ottmar Hitzfeld verzichtet darauf, einen Stürmer zum Team zu holen. Josip Drmic, der am Freitag für die U21-Auswahl in der EM-Barrage in Deutschland erfolgreich war und im September gegen Albanien in der A-Nationalmannschaft debütierte, bleibt damit beim Nachwuchsteam.

Hitzfeld entschuldigt sich für unfaire Geste

«Wir haben Mario Gavranovic, der ja auch ein Tor geschossen hat, Admir Mehmedi, der bei uns auch schon als Stürmer spielte, und auch Nassim Ben Khalifa ist in einer guten Verfassung. Wir haben verschiedene Möglichkeiten», erklärte Hitzfeld. Es ist anzunehmen, dass Derdiyok durch Gavranovic ersetzt wird. Für den FCZ-Stürmer sprechen seine Skorerqualitäten. Er hat in dieser Saison in zwei (Teil-)Einsätzen für das Nationalteam in insgesamt bloss 65 Spielminuten drei Tore erzielt.

Ziegler für Rodriguez?

Ob es weitere Wechsel gibt, liess Hitzfeld offen. Physische Gründe gibt es keine. Alle Spieler absolvierten die Einheit auf dem Sportplatz Chrummen. Aufgrund der Leistungen vom Freitag könnte Hitzfeld allenfalls dem jungen Wolfsburger Aussenverteidiger Ricardo Rodriguez eine Pause gewähren und hinten links Reto Ziegler von Lokomotive Moskau erstmals seit dessen Platzverweis vor einem Jahr in Wales in einem Pflichtspiel das Vertrauen schenken. (pre/fox/si)

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