Hitzfeld will keinen Knup-Nachfolger
Aktualisiert

Hitzfeld will keinen Knup-Nachfolger

Die Nati kommt
kurz vor der Heim-EM
nicht zur Ruhe: Für viel
unnötigen Wirbel sorgen
die Personalfragen zu
Teamberater Adrian
Knup und Goalie-Trainer
Erich Burgener.

von
Andy Huber

Ernst Lämmli wird sich diese Woche ernsthaft mit Burgener unterhalten müssen. Der Walliser hat sich in der Zeitung «News» beklagt, der Nati-Delegierte habe ihn vor dem Deutschland-Debakel nur kurz darüber informiert, dass er nach dem Amtsantritt des designierten Kuhn-Nachfolgers Ottmar Hitzfeld am 1. Juli nicht mehr erwünscht sei. Lämmli zeigte sich über diese Aussage erstaunt: «Mir hat Erich gesagt, er habe nichts gegen eine Luftveränderung.» Dass Burgener in seinem Frust an die Öffentlichkeit gehen und für weiteren, hausgemachten Wirbel sorgen würde, damit hätten die Verbandsbosse allerdings rechnen müssen. Eine saubere Kommunikation nach aussen hätte diese neuerliche Polemik 59 Tage vor der Endrunde verhindert. Zumal es mit der Stimmung im Volk nach der 0:4-Pleite gegen den nördlichen Nachbarn ohnehin nicht zum Besten bestellt ist.

Ähnlich verhält es sich mit dem «Fall Knup». Was sich seit Wochen andeutete, will der Verband nächstens doch noch bekanntgeben: Der Ex-Internationale, der sich die letzten Wochen bewusst aus der Schusslinie genommen hat, wird im Sommer demissionieren. Von einem eigentlichen Rauswurf kann beim Basler jedoch keine Rede sein. Der Vertrag Knups läuft aus und wird schlicht nicht verlängert. Und wer jetzt Hitzfeld-Spezi Stéphane Chapuisat als Knups Nachfolger portiert, liegt falsch. Weil der brillante Rhetoriker Hitzfeld in seiner mittlerweile 25-jährigen, erfolgreichen Trainerkarriere nie einen Teamberater gebraucht hat, will er auch in der Nati auf die Besetzung dieses Postens verzichten. «Ich habe auch nichts anderes gehört», sagt Chappi.

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