HIV-Ansteckung wird oft in Kauf genommen
Aktualisiert

HIV-Ansteckung wird oft in Kauf genommen

Fast jede zweite Neuansteckung mit HIV erfolgt in einer festen Partnerschaft – und das erst noch oft im vollen Bewusstsein beider Partner.

Herausgefunden hat das der St. Galler Arzt Pietro Vernazza. Der Leiter der Infektiologie des Kantonspitals führt im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) eine Studie zu Neuansteckungen durch.

Ein Grund für die erschreckende Entwicklung sei, dass die Krankheit verdrängt werde: «Mit den entsprechenden Medikamenten führen die Infizierten ja auch ein fast normales Leben.» Das Sexualverhalten sei sehr schwer beeinflussbar, so Vernazza. Trotzdem spricht er sich für eine Intensivierung der Aids-Prävention aus – auf dem eingeschlagenen Weg.

In St. Gallen hat man sich auf das Thema spezialisiert. So bietet das Kantonsspital auch Beratung für HIV-Paare mit Kinderwunsch an.

(bem)

Deine Meinung