Armee krebst zurück: HIV-Tests für Rekruten bleiben freiwillig
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Armee krebst zurückHIV-Tests für Rekruten bleiben freiwillig

Und plötzlich ist alles wieder anders: Angehende Sanitätssoldaten müssen sich nun doch nicht zwingend auf HIV testen lassen. Die Armee macht das Obligatorium rückgängig.

von
ram

Erst Mitte November hiess es noch: Für Sanitäts- und Spitalsoldaten sei ein HIV-Test Pflicht. Schliesslich müssten diese Rekruten unter anderem Injektionen und Infusionen verabreichen. Fachleute hatten diese neue Weisung der Armee scharf kritisiert. Und tatsächlich - nun krebsen die Verantwortlichen zurück. «Ein HIV-Test ist in der Armee immer und für alle freiwillig», erklärte Armeesprecher Christoph Brunner gegenüber der «NZZ am Sonntag». Obligatorisch sind für Sanitätssoldaten künftig Tests auf Hepatitis B und C, nicht aber auf HIV.

Weshalb es genau zu dieser Kehrtwende kam, wollte das Militär nicht beantworten. Fakt ist: Sowohl die Aidshilfe wie auch die Kommission für sexuelle Gesundheit hatten nach der Ankündigung beim Verteidigungsdepartement und der Armee interveniert.

Schon früher tat sich das Militär schwer mit dem Thema. So hat die Armee seit Anfang Jahr sechs Rekruten und Soldaten für dienstuntauglich erklärt, weil diese HIV-positiv sind. 2012 waren es deren acht. Dabei handle es sich aber um absolute Einzelfälle, sagte Armeesprecher Brunner gegenüber der Zeitung.

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