Münze lag in einem Acker – Hobby-Schatzsucher findet Goldmünze, die bei Auktion 800’000 Fr. einbringt
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Münze lag in einem AckerHobby-Schatzsucher findet Goldmünze, die bei Auktion 800’000 Fr. einbringt

Ein Brite, der in seiner Freizeit mit Metalldetektoren nach verborgenen Schätzen sucht, hat wohl den Fund seines Lebens gemacht: Ein goldener Penny aus der Zeit von Heinrich dem Dritten, der nun bei einer Auktion für rund 800’000 Franken verkauft wurde.

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Der goldene Penny aus dem Jahr 1257 zeigt den damaligen König Heinrich III.

Der goldene Penny aus dem Jahr 1257 zeigt den damaligen König Heinrich III.

Spink & Son
Die Preziose lang nur zehn Zentimeter tief unter der Erde.

Die Preziose lang nur zehn Zentimeter tief unter der Erde.

Spink & Son

Darum gehts

  • Ein 52-jähriger Brite fand mit seinem Metalldetektor eine über 750 Jahre alte Goldmünze in einem Acker.

  • Diese wurde nun für 648’000 Pfund versteigert.

  • Das Geld will Michael Leigh-Mallory in die Ausbildung seiner Kinder stecken.

Zehn Zentimeter tief in der Erde steckte die Goldmünze, als sie der Detektor von Michael Leigh-Mallory (52) auf dem Land eines Farmers in Hemyock in der Grafschaft Devon anzeigte. Der frühpensionierte Ökologe hatte sein Hobby zwar aufgegeben als er Vater wurde, aber nach Jahren wieder aufgenommen, als ihn seine Kinder drängten, sie auf Schatzsuche mitzunehmen.

Das sollte sich auszahlen. Denn nachdem Leigh-Mallory eine Fotografie des Fundes auf Social Media postete, entdeckten Mitarbeiter des auf alte Münzen spezialisierten Auktionshauses Spink & Son den Post und nahmen Kontakt mit dem Finder auf, wie der «Guardian» berichtet. Nun wurde der goldene Penny aus der Zeit Heinrichs des Dritten, die älteste Goldmünze Englands überhaupt, für die stolze Summe von 648’000 Pfund (umgerechnet 797’000 Franken) verkauft. Der Preis setzt sich aus 540’000 Pfund Verkaufspreis plus Steuern zusammen.

Leigh-Mallory konnte sein Glück kaum fassen. «Es ist wirklich ziemlich surreal», sagte er. «Ich bin nur ein normaler Mensch, der mit seiner Familie in Devon lebt, also ist diese Summe lebensverändernd.» Sofort entschloss er sich, das Geld für die Ausbildung seiner Kinder Emily (13) und Harry (1) zu verwenden. «Sie sind beide ein Teil der Geschichte» sagt er, denn sie waren es gewesen, die ihn dazu brachten, sich einen neuen Detektor anzuschaffen. «Am Tag, als ich ihn erhielt, gingen wir raus auf die Felder und innert 15 Minuten stiess ich auf die Münze.» Er ist überzeugt: «Wäre es nicht wegen eines Versprechens an meine Kinder gewesen, wäre die Münze wohl niemals entdeckt worden.»

Dem verstorbenen König Dank erstattet

Der Penny, den er fand und der Leigh-Mallorys Herz bei der Entdeckung «fast stillstehen liess», wurde 1257 vom Goldschmied des Königs persönlich aus Gold aus Afrika geprägt. Sie zeigt ein Porträt des Königs und Blumen auf der Rückseite. Da das Material teurer war als ihr Nominalwert wurden nur 52’000 Stück hergestellt. Das Exemplar aus dem Acker in Devon ist erst das achte, das noch vorhanden ist – und nun laut Spink & Son die teuerste je versteigerte mittelalterliche Münze Englands.

Leigh-Mallory ist nicht nur seinen Kindern dankbar, sondern auch dem 1272 verstorbenen König. Am Montag pilgerte der Finder deswegen zum Grab von Heinrich dem Dritten, um ihm den Respekt zu erweisen und ihm «persönlich» zu danken.

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(trx)

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