Hoch im Kurs: Präparierte Utensilien für Diebestouren

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Hoch im Kurs: Präparierte Utensilien für Diebestouren

Präparierte Handtaschen und komplizierte Elektronikkonstruktionen: Für Diebestouren in den Warenhäusern werden immer raffiniertere Mittel eingesetzt.

«Technische Hilfsmittel werden bei Trickdieben immer beliebter», sagt Clemens Lutz, Sprecher der Kommandogrenzwacht in Heerburg (SG). Pro Monat stellen seine Leute acht solcher Gegenstände sicher, 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Grenzwächter finden mit speziellen Folien ausgekleidete Taschen, die das Signal der Diebstahlsicherung unterdrücken. Sichergestellt werden auch elektronisch aufgerüstete Kreditkarten, die am Ladeneingang Alarm auslösen. «Ist das Personal mit dem Alarm beschäftigt, verlassen andere mit Diebesgut den Laden», so Lutz.

«Erst letzten Mittwoch wurde eine Rumänin, die Parfüm in ihrer präparierten Tasche verschwinden liess, überführt», bestätigt Tina Meyer, Mediensprecherin von der Stapo Luzern auf Anfrage. Marita Stöckli vom Manor-Sicherheitsdienst kennt den Trick mit den «Isoliertaschen»: «Es gibt aber noch weit raffiniertere Tricks», so Stöckli. Die meisten Diebe würden aber auf frischer Tat ertappt und nicht erst, wenn der Alarm losgeht.

Bei PKZ setzt man auf Überwachungskameras: «Die Banden wollen nicht gefilmt werden und meiden diese Läden», sagt PKZ-Inhaber Olivier Burger.

(sam)

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