Aktualisiert 05.06.2014 17:10

Familie erkrankt

Hoch infektiöses Virus auch im Kanton Luzern

Nicht nur in Nidwalden geht die Hand-Fuss-Mund-Krankheit um. Im Kanton Luzern ist eine fünfköpfige Familie vom hoch ansteckenden Virus betroffen.

von
Daniela Gigor
Der Luzerner Familienvater, der von der Hand-Fuss-Mund-Krankheit betroffen war, konnte fast nichts mehr anfassen.

Der Luzerner Familienvater, der von der Hand-Fuss-Mund-Krankheit betroffen war, konnte fast nichts mehr anfassen.

«Vor gut zwei Wochen hatten zwei meiner drei Kinder gleichzeitig sehr hohes Fieber», sagt der Familienvater, der anonym bleiben will, gegenüber 20 Minuten. Das Fieberthermometer habe bei beiden Kindern fast 40 Grad angezeigt. Ein paar Tage später ging es auch dem Vater schlecht: «Ich hatte einen Schüttelfrost, starke Kopf- und Halsschmerzen, es fühlte sich an wie eine Grippe.» Der Notarzt stellte auch bei ihm die Diagnose Hand-Fuss-Mund-Krankheit. Weil der Vater in seinen Augen zu wenig über die Konsequenzen der Krankheit aufgeklärt wurde, habe er sich im Internet über das Virus informiert. «Der Arzt sagte mir, dass ich wieder arbeiten kann, wenn das Fieber verschwunden ist», erzählt der Vater weiter. Auch seine Frau sei von der Viruskrankheit erfasst worden.

Es fühlt sich an, wie in Brennnesseln zu greifen

Kaum war das Fieber verschwunden, übersäten rote Bläschen seine Hände und Füsse: Er hätte fast nichts mehr anfassen können. Das Anziehen von Schuhen verursachte Schmerzen. «Es war ein Gefühl, als ob ich Brennnesseln anfassen würde», sagt der Mann weiter. Seine Frau hatte weniger Beschwerden durch die hoch ansteckende Infektionskrankheit. Das Fazit des geplagten Vaters: Die ganze Familie war betroffen, aber jeder reagierte unterschiedlich auf das Virus und entwickelte andere Symptome. Er würde es begrüssen, wenn die behandelnden Ärzte betroffene Patienten darauf aufmerksam machen würden, dass sie wegen der hohen Ansteckungsgefahr zu Hause bleiben sollen.

Erste bekannte Fälle im Kanton Nidwalden

Am Donnerstag wurde bekannt, dass im Kanton Nidwalden bei Schulkindern die Hand-Fuss-Mund-Krankheit diagnostiziert wurde. Um eine Epidemie zu verhindern, sensibilisierte der Gesamtschulleiter die Eltern in einem Brief, dass Kinder mit Symptomen zu Hause bleiben sollen.

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