Niederglatt ZH – Hochansteckende Newcastle-Krankheit wurde von Tauben eingeschleppt
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Niederglatt ZHHochansteckende Newcastle-Krankheit wurde von Tauben eingeschleppt

Die Massnahmen, die nach dem Ausbruch der Newcastle-Krankheit in einem Geflügel-Betrieb in Niederglatt verordnet wurden, werden am Dienstag aufgehoben. 

von
Monira Djurdjevic
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Das Bild zeigt Spezialisten, die im Jahr 2017 wegen der hochansteckenden Newcastle-Krankheit Legehennen im Tessin keulen mussten. Ende Januar ist die Krankheit erneut in der Schweiz aufgetreten.

Das Bild zeigt Spezialisten, die im Jahr 2017 wegen der hochansteckenden Newcastle-Krankheit Legehennen im Tessin keulen mussten. Ende Januar ist die Krankheit erneut in der Schweiz aufgetreten.

Kantonspolizei Tessin
Einige Legehennen auf einem Hof in Niederglatt ZH haben keine Eier oder nur noch Eier mit zu dünner Schale gelegt. Das sind typische Symptome für die Newcastle-Krankheit, die sich die Hühner eingefangen haben. 

Einige Legehennen auf einem Hof in Niederglatt ZH haben keine Eier oder nur noch Eier mit zu dünner Schale gelegt. Das sind typische Symptome für die Newcastle-Krankheit, die sich die Hühner eingefangen haben. 

20Min/News-Scout
Der Kanton musste die Legehennen keulen. 

Der Kanton musste die Legehennen keulen. 

20Min/News-Scout

Darum gehts

  • Ende Januar wurde bekannt, dass das hochansteckende Virus in der Region Zürich entdeckt worden war. 

  • Die Behörden reagierten sofort und verordneten entsprechende Massnahmen. Diese werden nun aufgeboben. 

Nach Absprache mit dem Veterinäramt Zürich hebt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV am Dienstag die Schutzzone von drei Kilometern und die Überwachungszone von zehn Kilometern rund um den betroffenen Geflügelbetrieb in Niederglatt ZH auf. Die Massnahmen waren nach dem Ausbruch der hochansteckenden Seuche Ende Januar verordnet worden.

Die Behörden reagierten damals sofort, töteten die rund 500 infizierten Legehennen und sperrten den Betrieb ab, um ein Übergreifen auf weitere Tiere zu verhindern. Wie es in einer Mitteilung am Montag heisst, hat sich die hochansteckende Newcastle-Krankheit nicht weiter ausgebreitet. Bis der Bestand wieder belegt werden darf, dauert es noch einige Zeit.

Kontakt zwischen Geflügel und Wildvögeln verhindern

Die Untersuchungen in den zuständigen Laboratorien ergaben überdies, dass die Krankheit im aktuellen Fall von Strassentauben eingeschleppt worden war. Um einen Geflügelbestand vor dem Virus zu schützen, ist es daher wichtig, den Kontakt zwischen Geflügel und Wildvögeln wie Strassentauben möglichst zu verhindern, heisst es in der Mitteilung weiter. 

Wildvögel sollten keinen Zugang zum Futter des Geflügels oder anderen Tieren auf dem Betrieb haben. Über Vogelkot ist auch die Übertragung anderer Krankheiten wie Salmonellen möglich. Generell ist es angezeigt, den Kontakt zwischen Haus- und Wildtieren zu vermeiden, um eine Übertragung von Krankheitserregern zu unterbinden.

Mehrere Ausbrüche der Newcastle-Krankheit

Zwischen 2011 und 2017 ist es in der Schweiz zu mehreren Ausbrüchen der Newcastle-Krankheit gekommen. Nur in einem der Fälle konnte der Ursprung festgestellt werden: Aus dem Ausland importierte Hühner hatten das Virus in den Stall im Kanton Genf eingeschleppt. Der aktuelle Fall könnte dazu führen, dass es in der Schweiz künftig eine Impfpflicht für Hühner gibt. Eine solche kennt das Nachbarland Deutschland bereits.   

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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