Hochdeutsch wird neue Sprache an Primarschulen
Aktualisiert

Hochdeutsch wird neue Sprache an Primarschulen

Hochdeutsch wird ab nächstem Schuljahr in allen Klassen ab der 1. Primarschule konsequent Unterrichtssprache sein. Ziel ist es, die Bildungschancen der Kinder zu erhöhen.

«Es geht nicht darum, den Dialekt zu verdrängen, aber Sicherheit in Standarddeutsch – auch mündlich – führt zu Schulerfolg», erklärte gestern Esther Ladner von der Fachstelle Sprachen.

Deshalb wird Hochdeutsch als Unterrichtssprache in allen Basler Schulklassen auf das neue Schuljahr im August 2006 eingeführt.

Neu ist, dass dieser Beschluss des Erziehungsrats bereits ab der 1. Primarklasse (bisher ab der 3. Primar) gilt. Zudem wird das Pilotprojekt, auch im Kindergarten Hochdeutsch zu reden, von derzeit zwei auf zwanzig Kindergärten ausgedehnt.

«Neu ist auch, dass nicht nur beim Lernen, sondern auch bei informellen Situationen, Hochdeutsch gesprochen werden soll», sagte Pierre Felder, Leiter Stab Schulen. Denn das schweizerische Standarddeutsch soll nicht «ungeliebte» Lernsprache sein, sondern auch als Beziehungssprache empfunden werden.

«Das Baseldytsch auf dem Pausenhof werden wir aber sicher nicht verbieten», beruhigte Erziehungsdirektor Christoph Eymann.

(lvi)

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