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Felssturz bei Kehrsiten:Hochgefährliche Situation

Ein massiver Felssturz blockiert seit Samstag die Strasse von Stansstad nach Kehrsiten. Laut einem Geologen ist das Gebiet im Moment lebensgefährlich.

von
Clarissa Rohrbach

Felsbrocken mit einem Durchmesser von bis zu eineinhalb Metern sind am Samstagabend auf die Kehrsitenstrasse gedonnert, obwohl die Strecke erst kürzlich mit Stahlnetzen gegen Felsabbrüche gesichert worden war. «Die Dimensionen dieses Felssturzes waren so gross, dass auch die technischen Massnahmen nichts nutzten», sagt Raymond Neumann, Gemeinderat von Kehrsiten. Die Felsen hätten sogar ganze Teile des Waldes mitgerissen. Für ihn und die Bewohner kam der wuchtige Felssturz überraschend. «Zum Glück wurde niemand verletzt», so Neumann weiter.

Die Strasse zwischen Kehrsiten und Stansstad bleibt nun bis auf weiteres gesperrt. Laut dem Geologen Markus Liniger ist das Gebiet im Moment lebensgefährlich, weshalb die Räumungsarbeiten warten müssen: «Die Felswand hat immer noch verwitterte Stellen. Es könnte jede Sekunde weiteres Geröll herunterstürzen.» Liniger klärt heute ab, wie man die riskanten Stellen entschärfen kann. «Wir müssen sicher noch 100 Kubikmeter Fels abtragen oder sprengen», so Liniger. Dann sei das Risiko zwar nicht mehr akut, die Strecke bleibe aber auch in Zukunft eine Gefahr für die Anwohner.

Zwischen Kehrsiten und Stansstad verkehrt in den nächsten Tagen stündlich eine Fähre.

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