USA: Hochrangige Pentagon-Mitarbeiter sagen öffentlich zu UFO-Sichtungen aus
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USAHochrangige Pentagon-Mitarbeiter sagen öffentlich zu UFO-Sichtungen aus

Nächsten Dienstag findet im US-Repräsentantenhaus zum ersten Mal seit über 50 Jahren eine öffentliche Anhörung statt. Man wolle den Kreislauf von «übermässiger Geheimhaltung und Spekulation durch Wahrheit und Transparenz durchbrechen».

von
Jonas Bucher

Der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, bestätigte die Sichtung von UFOs. In der «Late Night Show» von James Corden plauderte er am 25. Mai 2021 über unerklärbare Sichtungen am Himmel.

20 Minuten

Darum gehts

  • Im US-Repräsentantenhaus findet zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert eine öffentliche Anhörung zum Thema UFOs statt.

  • Dabei geht es um 144 Vorfälle, von denen nur einer aufgeklärt werden konnte.

  • Der Zweck der Anhörung sei es, «eines der grossen Geheimnisse unserer Zeit zu erhellen».

Ein Unterausschuss des US-Repräsentantenhauses wird nächste Woche die erste öffentliche Anhörung des Kongresses zu unidentifizierten Flugobjekten seit mehr als einem halben Jahrhundert abhalten, bei der zwei hochrangige Beamte des Verteidigungsministeriums aussagen werden. Die Anhörung folgt auf die Veröffentlichung eines vom Kongress angeforderten Berichts über «unidentifizierte Luftphänomene» im vergangenen Juni. Die neunseitige «vorläufige Bewertung» des Büros des Direktors des nationalen Nachrichtendienstes konzentrierte sich auf 144 Vorfälle, die bis 2004 zurückreichen. Nur einer davon konnte aufgeklärt werden.

Die verfügbare Berichterstattung sei «weitgehend nicht schlüssig». Es sei festgestellt worden, dass begrenzte und uneinheitliche Daten eine Herausforderung bei der Bewertung der Phänomene darstellten. Die meisten der gemeldeten Phänomene stellten jedoch physische Objekte dar. Die Bewertung kam zum Schluss, dass es sich bei den Objekten nicht um geheime US-Technologie handele. Auch auf einen bedeutenden technologischen Fortschritt eines potenziellen Gegners der USA würden die Daten nicht hindeuten. 

«Ein Bereich von hohem öffentlichen Interesse»

Die für nächsten Dienstag angesetzte Anhörung soll sich auf die Arbeit einer Gruppe innerhalb des Pentagons konzentrieren, die den durch den Bericht aufgeworfenen Fragen zur nationalen Sicherheit und Flugsicherheit nachgeht. «Da es sich um einen Bereich von hohem öffentlichen Interesse handelt, kann jede unangemessene Geheimhaltung ein Hindernis für die Lösung des Rätsels sein oder uns daran hindern, Lösungen für mögliche Schwachstellen zu finden», sagte der Abgeordnete André Carson, Demokrat aus Indiana und Vorsitzender des Unterausschusses für Terrorismusbekämpfung, Spionageabwehr und Bekämpfung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen des Repräsentantenhauses, der die Anhörung durchführt. «Bei dieser Anhörung geht es darum, Schritte zu untersuchen, die das Pentagon unternehmen kann, um das Stigma zu verringern, das mit derartigen Meldung durch Militärpiloten und zivile Piloten verbunden ist.»

Zu den geplanten Zeugen gehören Ronald Moultrie, Unterstaatssekretär des Verteidigungsministeriums für Nachrichtendienste und Sicherheit, und Scott W. Bray, stellvertretender Direktor des Marine-Geheimdienstes. «Die Bundesregierung und die Nachrichtendienste spielen eine entscheidende Rolle bei der Kontextualisierung und Analyse der Berichte», sagte der kalifornische Demokrat Adam Schiff, Vorsitzender des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses. Der Zweck der Anhörung sei es, «eines der grossen Geheimnisse unserer Zeit zu erhellen und den Kreislauf von übermässiger Geheimhaltung und Spekulation durch Wahrheit und Transparenz zu durchbrechen».

Der Bericht, der dem Kongress im vergangenen Juni vorgelegt wurde, wurde von den Geheimdiensten zusammen mit der Unidentified Aerial Phenomenon Task Force des Pentagon erstellt, die das Pentagon im November durch ein neues Büro, die Airborne Object Identification and Management Synchronization Group, ersetzt hat. Die Gruppe hat die Aufgabe, «Objekte von Interesse im Luftraum für besondere Zwecke aufzuspüren, zu identifizieren und zuzuordnen und alle damit verbundenen Gefahren für die Flugsicherheit und die nationale Sicherheit zu bewerten und zu entschärfen».

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