BASEL: Hochsaison für Nikotinpflaster
Aktualisiert

BASELHochsaison für Nikotinpflaster

Viele Raucher haben beschlossen, im neuen Jahr ihre Sucht aufzugeben. Rauchstopp-Programme und Nikotinpflaster haben Hochsaison.

von
Jonas Hoskyn

«Wir haben doppelt so viele Anfragen wie normal», sagt Margit Heintz von der Lungenliga beider Basel. Viele Basler, die sich vorgenommen haben, im neuen Jahr dem Glimmstängel abzuschwören, wollen dies nun in die Tat umsetzen. «Bei manchen reicht der Wille. Andere brauchen fachkundige Unterstützung», so Heintz. Diese bietet die Lungenliga, etwa in Form eines begleiteten Einzel-Trainings mit Rauchstopp-Trainer. Die Erfolgsquote liegt bei über 40 Prozent Abstinenten nach sechs Monaten.

Auch beim Unispital verzeichnet man für die Nichtraucherkurse derzeit einen grossen Andrang: «Wer hier mitmacht, meints wirklich ernst», so Oberärztin Daiana Stolz. Viele versuchen es aber auch auf eigene Faust: «Wir haben eine grosse Nachfrage nach Nikotinkaugummis und -pflastern», sagt Dr. Reto Rupf von der Pilger Apotheke. Er macht mit den Patienten erst mal eine Kohlenmonoxidmessung, um die Dosierung zu bestimmen. «Ein totaler Entzug ist oft kontraproduktiv», so Rupf. «Der Nikotinkonsum sollte schrittweise abgebaut werden.»

Dem Alkohol abschwören

Auch Menschen mit einem Alkoholproblem sehen das neue Jahr als Chance für einen gesunden Neuanfang: «Viele, die schon länger nicht mehr Hilfe geholt haben, sind jetzt im neuen Jahr motiviert und wünschen aus eigenen Stücken eine Beratung oder einen ambulanten Entzug», so Gerhard Gerster, Geschäftsführer vom Basler Blauen Kreuz. Der ambulante Entzug dauert zwei Wochen und wird medizinisch begleitet. (www.blaueskreuzbasel.ch)

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