Selbstbewusste U21: Hochstrasser: «Wir gehen als Sieger vom Platz»
Aktualisiert

Selbstbewusste U21Hochstrasser: «Wir gehen als Sieger vom Platz»

Mittelfeld-Mann Xavier Hochstrasser erhält im U21-EM-Finale abermals die Chance, seine junge Karriere mit einem Titel zu krönen.

von
Eva Tedesco
Hobro

Musik im Bus und aufgeräumte Stimmung - so feierte die U21-Nati am Mittwochabend den Einzug ins EM-Finale. Die grosse Sause soll folgen – nachdem man Spanien besiegt und den Titel geholt hat.

Naticoach Pierluigi Tami hat seiner Mannschaft einen Morgen zum Ausschlafen gegönnt. Der Mittwochabend mit dem Sieg über die Tschechen und dem Einzug in den EM-Final war toll, aber auch sehr kurz. Das «Auslaufen» auf den Velos hat der Tessiner noch im Stadion in Herning absolvieren lassen. Anschliessend gab es für die U21 noch einen Mitternachtsimbiss, ehe der Bus zur Rückfahrt ins rund 100 Kilometer entfernte Teamhotel in Hobro aufbrach.

«Die Stimmung war super, das kann man sich sicher vorstellen», sagt Xavier Hochstrasser, «auf der eineinhalb Stunden langen Fahrt haben wir Sound gemacht, aber mehr Party gab es nicht.» Um drei Uhr morgens sei man im Teamhotel angekommen und da habe sich jeder auf sein Zimmer verzogen. Aber zumindest habe man auf der Fahrt langsam den Einzug ins Finale realisieren können. Das hat seine Zeit gebraucht.

Der Final gehört uns

71 Minuten lang hat der Xhaka-Ersatz aufopferungsvoll an der Seite von Fabian Frei im Schweizer Mittelfeld gekämpft, ehe er ausgewechselt wurde. «Es war nicht einfach zu spielen», so der Padua-Söldner, aber umso schöner war es, als es geschafft war. Nun gilt es, sich bis Samstag so gut wie möglich zu erholen. Lagerkoller kennt die U21 nicht, obwohl man inzwischen seit zwei Wochen in der Abgeschiedenheit in Hobro aufeinanderhockt. «Die Zeit zwischen den Spielen war manchmal ein bisschen lang», so Hochstrasser, «aber jetzt geht es Schlag auf Schlag.»

Mehmedis goldenes Tor

Vize-Hochstrasser

Erfolgs-Hunger auf mehr

Am Donnerstagmittag hat Tami mit der Mannschaft noch einmal den Halbfinal aufgearbeitet. Am Abend wurde wieder trainiert. Der Fokus ist schon auf den Final und Gegner Spanien gerichtet. Man habe Respekt vor dem Gegner, aber auch viel Selbstvertrauen. Hochstrasser: «Spanien hat eine grosse Mannschaft mit starken Spielern aus grossen Vereinen. Ich denke, dass Spanien der Favorit ist. Aber wir sind stark. Wenn wir früh ein Tor machen, sehen wir, ob die Spanier dann reagieren können.»

Und diesmal ist Hochstrasser sicher, dass er als Sieger vom Platz geht und nicht als Vize. Denn dreimal war der Mittelfeldspieler schon in einer Finalissima. Einmal im Cup und zweimal mit YB gegen Basel - gewonnen hat er in keinem. Und wenn es dann mit dem ersten Titel klappt, wird es sicher nicht bei Musik im Car bleiben...

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