Aktualisiert 27.09.2005 13:41

Hochwasser in der Schweiz: Höhere Schadenssumme

Die Überschwemmungen vom August haben in der Schweiz deutlich grössere Schäden hinterlassen als zunächst angenommen.

Die Privatversicherer rechnen nun mit einer Schadensumme von 1,335 Milliarden Franken. Ursprünglich war mit Schäden von 805 Millionen Franken gerechnet worden.

Nicht eingeschlossen in diesen Zahlen sind die Gebäudeschäden, die von den kantonalen Feuerversicherungen gedeckt sind, wie der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) am Dienstag in Zürich bekannt gab. Ebenfalls nicht enthalten sind Schäden an der Infrastruktur wie Strassen oder Bahnen sowie Flurschäden.

Insgesamt sind den Privatversicherern für die Überschwemmungen vom 20. bis 24. August über 36.000 Schadenfälle gemeldet worden. Den grössten Teil bildeten mit über 21.000 Fällen die Schäden an Hausrat und übrige Fahrhabe, die auf 700 Millionen Franken beziffert werden. An den Gebäuden wird mit Schäden von 250 Millionen Franken gerechnet und für Betriebsunterbrüche mit 200 Millionen Franken. In der Motorfahrzeugkaskoversicherung gehen die Privatversicherer von 6.000 Schadenfällen mit einer Summe von 90 Millionen Franken aus. Die übrigen Sachschäden werden auf 95 Millionen Franken geschätzt.

Eine Woche nach den Unwettern hatten die Privatversicherer noch mit Schäden von 805 Millionen Franken gerechnet. Die folgenden Schadenaufnahmen hätten jedoch gezeigt, dass die Verwüstungen massiver ausfielen als erwartet.

Die Privatversicherer versichern die Gebäude in den Kantonen Obwalden, Uri, Schwyz, Appenzell Innerrhoden, Genf, Tessin und Wallis sowie Hausrat und übrige Fahrhabe in allen Kantonen mit Ausnahme von Waadt und Nidwalden. (dapd)

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