Aktualisiert 28.08.2005 20:04

Hochwassergebiete bleiben Sperrzone

Nach der Flut bleiben der Schlamm und die Ungewissheit, wie es weitergehen soll. Für viele Betroffene wurde die Heimkehr zur Strapaze. Auch die Helfer brauchten gestern eine Pause.

Im Kanton Bern sind die Räumungsarbeiten übers Wochenende reduziert worden. Erst jetzt, nachdem die Betroffenen wieder in ihre Häuser zurückkehren können, wird vielen die ganze Tragödie bewusst. Um sie vor Plünderern und Katastrophentouristen zu schützen, bleiben die Schadensgebiete abgeriegelt. Weil Gaffer sogar mit Privatflugzeugen unterwegs sind, wurde der Luftraum über Brienz gesperrt. Im Dorf fanden im Gedenken an die Todesopfer Gottesdienste statt.

Durchs Berner Mattequartier wogt nach dem Hochwasser eine Welle der Solidarität: «Wir halten zusammen. Unter den Bewohnern gibt es eine Art Dörfligeist», sagt Christoph Balsiger. Obwohl sein Grafikatelier unter Wasser stand, druckte er bis zur Evakuierung T-Shirts mit der Aufschrift «Land unter '05» und «Pirates of the Mattenquartier». Mit dem Verkaufserlös werden geschädigte Mätteler unterstützt.

Patrick Marbach

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