Palin vs. Obama: «Hockey-Mom» for President
Aktualisiert

Palin vs. Obama«Hockey-Mom» for President

Die Zeichen mehren sich, dass Sarah Palin 2012 Herausforderin von Barack Obama für das Präsidentenamt sein könnte. Die Republikanerin verspürt «ein Feuer im Bauch».

von
Manuel Jakob
Reiht sich Sarah Palin unter die Herausforderer Obamas ein?

Reiht sich Sarah Palin unter die Herausforderer Obamas ein?

Sie will es wohl nochmals wissen. Sarah Palin, amerikanische Ex-Vizepräsidentschaftskandidatin, Ex-Gouverneurin Alaskas, Ex-Vize-Miss-Alaska und Ex-Top-Suchbegriff bei Google, dürfte als Kandidatin für die US-Präsidentschaftswahlen 2012 antreten und damit Herausforderin von Barack Obama werden - sofern sie die innerparteiliche Ausmarchungsrunde übersteht. Das weiss zumindest die «New York Times» zu berichten. Ob sich Palin innerhalb der Republikanischen Partei gegen andere Bewerber durchsetzen würde, ist allerdings alles andere als sicher.

Die Zeitung schreibt, dass sich Palin und ihr Ehemann Todd in Scottsdale, Arizona, ein Haus gekauft haben. Ein klares Signal, dass Palin sich auf den Wahlkampf vorbereite, meinen die Autoren. Immerhin sei Arizona ein deutlich besserer Ausgangspunkt als Alaska, wo Palin ursprünglich herkommt und bislang auch gewohnt hat. Gleichzeitig wird im Artikel aber auch eingeräumt, dass dieser Schritt familiäre Gründe haben könnte. Denn auch die 20-jährige Tochter Bristol, die Mama Sarah schon vor zwei Jahren zur jungen Grossmutter gemacht hatte, hat erst gerade kürzlich in der Nähe von Scottsdale eine Immobilie erworben. Zudem habe die 47-Jährige ihren persönlichen Staff erweitert und zwei Personen wieder angestellt, die ihr schon früher bei der Planung ihrer politischen Agenda geholfen hätten.

Jeff Jorgensen, Präsident der Republikanischen Partei von Pottawattamie County in Iowa, glaubt an die These der «Times». «Alle Indikatoren weisen darauf hin, dass sie antreten wird – ihre Fans haben da ein gutes Gespür», sagte er der Zeitung. «Die Leute suchen jemand, den es da draussen noch nicht gibt, eine Ronald-Reagan-Reinkarnation.»

«Das Feuer im Bauch»

Zusätzlich genährt wird das Gerücht einer möglichen Kandidatur Palins durch die Tatsache, dass ein Film über den Aufstieg der «Hockey-Mom» geplant sei, wie die Huffington Post vermeldet. Ausserdem hat sie in einem Interview der Fox News Channel-Moderatorin Greta Van Susteren gegenüber von einem «Feuer in meinem Bauch» gesprochen, das dermassen wüte und sie immer wieder dazu ermuntere, alles was gut und traditionell an Amerika sei zu konservieren (s. Video unten). Amerika müsse wieder zurück auf den rechten Weg geführt werden. Das erreiche man nur, «indem wir Obama 2012 besiegen».

Ausserdem sagte sie: «Ich will sichergehen, dass wir einen Kandidaten stellen können, der die Linie der Tea Party vertritt.» Das bedeute allerdings nicht, dass diese Person sie selber sein müsse. Eine Kandidatur Palins würde wohl vor allem eine besonders freuen: Die Komödiantin Tina Fey, die mit ihren Parodien von Sarah Palin fast besser als das Original ist. In einem Sketch bei Saturday Night Live liess die 40-Jährige folgenden Spruch vom Stapel: «Die Leute sollen wissen, dass ich für den Rest meines Lebens alle vier Jahre bei den Präsidentschaftswahlen antreten werde. Es sind meine Olympischen Spiele und ich will jede Menge Silbermedaillen gewinnen» (s. Video ganz unten).

Das Interview auf Fox News:

Die Parodistin Tina Fey bei Saturday Night Live:

(Videos: youtube.com)

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