Olympia 2022: Schweizer Eishockey-Frauen-Nati verpasst Sensation gegen Kanada
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Olympia-HalbfinalHockeyanerinnen kassieren Stängeli gegen Kanada, träumen aber weiter von Medaille

Nach der 1:12-Klatsche in der Vorrunde gelingt den Schweizerinnen gegen das übermächtige Kanada eine Steigerung. Nach dem 3:10 liegt der Fokus nun auf dem Bronze-Spiel.

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Überlegene Ahornblätter: Kanadas Marie-Philip Poulin bezwingt die Schweizer Torhüterin Saskia Müller.

Überlegene Ahornblätter: Kanadas Marie-Philip Poulin bezwingt die Schweizer Torhüterin Saskia Müller.

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Aus einem anderen Winkel: Poulin überlistet Goalie Maurer, die bereits nach dem ersten Drittel eingewechselt wurde.

Aus einem anderen Winkel: Poulin überlistet Goalie Maurer, die bereits nach dem ersten Drittel eingewechselt wurde.

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Lara Stalder sorgte mit zwei Toren und einem Assist für die Schweizer Lichtblicke.

Lara Stalder sorgte mit zwei Toren und einem Assist für die Schweizer Lichtblicke.

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Darum gehts

  • Die Schweizerinnen verlieren im olympischen Halbfinal gegen Kanada.

  • Bereits nach dem ersten Drittel liegt das Team von Colin Muller 1:5 zurück.

  • Den Eisgenossinnen gelingen drei Tore, so viele wie noch nie gegen Kanada.

  • Im Bronze-Spiel wartet nun der Verlierer der Partie USA gegen Finnland.

1:12 verloren die Schweizerinnen gegen das übermächtige Kanada in der Vorrunde. Entsprechend waren die Erfolgserwartungen vor dem zweiten Olympia-Halbfinal der Schweizerinnen nach 2014 klar verteilt: 1:34 war die Wettquote für einen Schweizer Sieg. Und die Buchmacher wurden soweit bestätigt: 3:10 gewannen die Kanadierinnen und können so um ihre fünfte Olympia-Goldmedaille spielen.

Kurz vor Ende des ersten Drittels war die Sache eigentlich bereits gelaufen: 5:0 stand es zu Gunsten der Ahornblätter, die mit klarem, schnörkellosem und sehenswertem Hockey überzeugten. Doch die Schweizerinnen konnten sich steigern, zeigten vor allem mit der Paradelinie mit Captain Lara Stalder, Alina Müller und Phoebe Stänz immer wieder starke Kombinationen.

Drei Schweizer Lichtblicke

So war es dann auch Stalder, die auf Vorlage von Müller noch vor der ersten Sirene auf 1:5 verkürzen konnte. Das vierte Olympia-Tor der Schweizer Spielführerin in der 19. Minute brachte sowas wie Schwung in die Reihen der Eisgenossinnen, die kurz nach der ersten Drittelpause durch Müller (Assist Stalder) gar auf 2:5 herankamen.

Zwar wurden die Schweizerinnen dann mit einem kanadischen Doppelschlag innert elf Sekunden kalt geduscht, doch wiederum Stalder sorgte noch im Mitteldrittel mit dem zwischenzeitlichen 3:7 für den dritten Schweizer Treffer – und somit für Historisches: Noch nie gelang es einer Schweizer Frauen-Auswahl, in einem Spiel drei Tore gegen Kanada zu erzielen. Und: Die Kanadierinnen haben im laufenden Turnier noch nie so viele Tore kassiert.

Fokus aufs Bronze-Spiel

So bleibt trotz deutlicher Niederlage viel Hoffnung auf eine Olympia-Medaille. Denn nun geht es für die lernfähige Truppe von Trainer Colin Muller im kleinen Final gegen die Verliererinnen der Partie USA gegen Finnland. Erwartungsgemäss dürfte es sich dabei um die Finninnen handeln. «Ich glaube, wir sind bereits für das Bronze-Spiel», sagte Muller nach dem Spiel gegenüber SRF. «Sie sind hungrig auf das Spiel und wissen immer besser, wie sie gegen ein Top-Team spielen müssen.»

Das Spiel um Platz 3 findet am Mittwoch um 12.30 Uhr Schweizer Zeit statt. Der Final der Frauen folgt dann am Donnerstag um fünf Uhr Schweizer Zeit. 

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(sih)

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