Aktualisiert 13.02.2009 10:13

HeuschnupfenHöchste Zeit für die Hyposensibilisierung

Sind Sie Pollenallergiker? Dann sollten Sie sich schnell beim Arzt für eine spezifische Immuntherapie anmelden.

Diese sogenannte Hyposensibilisierung sollte mindestens zwei, besser aber sogar drei bis vier Monate vor Einsetzen der Gräserpollen-Flugsaison begonnen werden, rät Michael Barczok vom Vorstand des Bundesverbandes der Pneumologen.

Grundsätzlich sei die Therapie entweder subkutan möglich - also durch Spritzen von Allergieauslösern unter die Haut - oder aber sublingual - also in Form von Tropfen oder Tabletten unter der Zunge, erklärt Barczok. Ziel der Behandlung sei es, eine Toleranz gegenüber jenen Stoffen aufzubauen, auf die die Patienten überempfindlich reagieren.

Der Lungenfacharzt rät dringend zu einer Behandlung des Heuschnupfens: Andernfalls könne es zu einem sogenannten Etagenwechsel kommen: «Dann breitet sich die Allergie von den oberen in die unteren Atemwege aus, und es kann sich ein allergisches Asthma mit chronischen Atembeschwerden entwickeln.» Das sei bei etwa 40 Prozent der Betroffenen innerhalb von 10 bis 15 Jahren der Fall. Dabei komme es zu einer Verstärkung der Symptome, und die Therapie, die anfangs noch gut geholfen habe, sei nicht mehr ausreichend.

«Wenn nämlich einmal die Lunge betroffen ist, kommt es zu Umbauvorgängen in den Atemwegen, die auch mit der besten Therapie nicht mehr umkehrbar sind», warnt Barczok. Zusätzlich könnten sich Allergien gegen weitere Allergene zum Beispiel in Nahrungsmitteln entwickeln.

http://www.lungenaerzte-im-netz.de (dapd)

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