Aktualisiert 15.07.2014 15:40

Verletzte Fotografin in Mumbai

Höchststrafe für jugendliche Vergewaltiger

Ihre erwachsenen Freunde wurden zum Tode verurteilt, die zwei minderjährigen Vergewaltiger müssen nun drei Jahre lang in Jugendhaft. Der Frauenministerin ist das nicht lange genug.

Die beiden 17-Jährigen, die aus rechtlichen Gründen nicht identifiziert wurden, müssen wegen der Angriffe auf zwei Frauen für drei Jahre in ein Heim.

Das sagte der Staatsanwalt Ujjwal Nikam der Nachrichtenagentur AFP. Der eine Jugendliche war vergangenes Jahr an der Gruppenvergewaltigung einer jungen Fotografin beteiligt, die beruflich in einem verfallenen Fabrikgelände im Zentrum Mumbais unterwegs war.

Der andere Jugendliche wurde wegen der Gruppenvergewaltigung einer anderen Frau an dem selben Ort verurteilt. Die Frau hatte sich an die Polizei gewandt, nachdem sie von dem Fall der jungen Fotografin hörte.

In den beiden Fällen wurden bereits im April drei Männer zum Tode verurteilt. Es waren die ersten Todesurteile, seitdem die Gesetze infolge einer brutalen Gruppenvergewaltigung in der Hauptstadt Neu Delhi im Dezember 2012 verschärft wurden. Zwei weitere Täter erhielten wegen der Taten in Mumbai lebenslange Haftstrafen.

Derzeit wird darüber gestritten, ob jugendliche Täter härter bestraft werden sollten. Frauenministerin Maneka Gandhi hatte gefordert, Unter-18-Jährige sollten bei schweren Verbrechen wie Erwachsene behandelt werden. Die jungen Männer hätten keine Angst vor dem Jugendstrafgesetz.

Laut dem indischen Nachrichtensender CNN-IBN erklärte auch das Höchste Gericht Indiens, dass eine strikte Altersgrenze nicht sinnvoll sei. Die Regierung solle deswegen das Gesetz umschreiben. (sda)

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