Höhere Zigarettenpreise – Tabakhändler streikten

Aktualisiert

Höhere Zigarettenpreise – Tabakhändler streikten

Erstmals in der Geschichte haben die französischen Tabakhändler gestern gestreikt: 85 Prozent der 34 000 staatlich konzessionierten Zigarettenläden blieben geschlossen, landesweit waren zudem 60 Demonstrationen angekündigt. Der Grund: Die Tabakverkäufer fürchten um ihre Existenz, weil die Regierung beschlossen hat, die Preise für ein Päckli Zigaretten stufenweise auf 5,50 Euro (8,50 Franken) zu erhöhen.

Die Tabakhändler sammelten 4,3 Millionen Unterschriften von solidarischen Rauchern und Nichtrauchern, die diese Preise auch als zu hoch empfinden. Weil in den Nachbarländern Zigaretten teilweise deutlich billiger sind, dürfte die Rechnung des Staates nicht aufgehen: Was der Fiskus durch Preiserhöhungen einnehmen will, könnte er angesichts des explodierenden Schmuggelgeschäfts wieder verlieren.

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