Österreichisches Tennengebirge: Höhlenforscher stürzt in «Jack Daniel's»-Höhle

Aktualisiert

Österreichisches TennengebirgeHöhlenforscher stürzt in «Jack Daniel's»-Höhle

In Salzburg ist ein polnischer Forscher etwa 200 Meter vom Einstieg einer Höhle entfernt verunfallt. Dutzende Helfer sind zu Fuss unterwegs zur Unfallstelle.

In einer Höhle im österreichischen Tennengebirge ist ein polnischer Forscher schwer verletzt worden. Der Mann befinde sich offenbar rund 200 Meter vom Einstieg der «Jack Daniel's»-Höhle entfernt, meldete die Nachrichtenagentur APA am Donnerstag unter Berufung auf eine Sprecherin der Bergrettung.

Demnach gestaltete sich die Rettungsaktion für den Forscher schwierig, weil zurzeit kein Flugwetter herrsche und daher alle Retter zu Fuss zum Eingang der Höhle steigen mussten. Dies könnte etwa drei bis vier Stunden dauern, hiess es.

Der Verunglückte gehörte laut APA einer Gruppe von sechs polnischen Forschern an, die in der Höhle unterwegs waren. Nach ersten Informationen wurde er an Oberschenkel und Becken schwer verletzt. Ein Voraustrupp der Bergrettung mit acht Helfern sei bereits in den Morgenstunden aufgestiegen, eine zweite zwölfköpfige Gruppe machte sich später auf den Weg.

Das Tennengebirge im Bundesland Salzburg ist ein stark verkarstetes Bergmassiv mit zahlreichen Höhlen. Immer wieder entdecken Forscher neue Höhlensysteme.

Unfall weckt Erinnerungen an massive Rettungsaktion

Im Juni hatte die beispiellose Bergungsaktion für den deutschen Höhlenforscher Johann Westhauser für Schlagzeilen gesorgt. Der 52-Jährige war in der Riesending-Schachthöhle in Bayern bei einer Exkursion durch einen Steinschlag in rund 1000 Metern Tiefe am Kopf verletzt worden.

Die Rettung unter Beteiligung von Höhlenrettern aus fünf Ländern, darunter die Schweiz, in der Nähe von Berchtesgaden dauerte insgesamt elf Tage. (sda)

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