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Hörerzahlen: DRS 3 legt zu - DRS 1 verliert

DRS 3, das jüngste Programm von Schweizer Radio DRS, hat 2004 seine Marktanteile steigern können. Zulegen konnten die Privatradios.

Weniger Publikum als im Vorjahr verzeichnete dagegen DRS 1. Marktanteile und Reichweiten von Radio DRS blieben konstant.

2004 entfielen 61,6 % (Vorjahr: 62,2) der Radionutzung in der Deutschschweiz auf Radio DRS. Berücksichtige man Unschärfen der Erhebung, könne von einer stabilen Nutzung ausgegangen werden, teilte Schweizer Radio DRS am Donnerstag mit. Durschnittlich 91,9 % (91,0) der über 15-Jährigen hörten im vergangenen Jahr täglich Radio.

Mehr Publikum

Pro Tag erreichten alle Programme des öffentlich-rechtlichen Radios zusammen 2,76 Mio (2,77) Zuhörer, wie die Erhebungen von Radiocontrol zeigen. Zulegen konnten die Privatradios: Sie erreichten 2,32 Mio. Personen, 70 000 mehr als im Vorjahr.

Innerhalb von Radio DRS führend ist DRS 1 mit einem Marktanteil von 40,1 % (42,5). Der Rückgang wird auf das politisch ruhigere 2004 zurückgeführt: Der Irak-Krieg, die Parlamentswahlen in der Schweiz und die Bundesratswahl am 10. Dezember hätten die Hörerzahlen 2003 in die Höhe getrieben.

Stabiles DRS 2

Der Rückgang bei DRS 1 wurde von DRS 3 und Musigwälle 531 zum Teil aufgefangen. Der Marktanteil von DRS 3 stieg von 12,1 auf 13,0 %; das Programm erreichte täglich über eine Million Hörer. Studien zeigten, dass das Publikum das neu eingeführte publizistische Mehrangebot schätze, schrieb Schweizer Radio DRS.

Vor allem Liebhaber traditionellerer Musik wechselten von DRS 1 zur Musigwälle 531. Dieses Programm erhöhte seinen Marktanteil im vergangenen Jahr von 2,9 auf 3,5 %. Stabil blieb DRS 2 mit einem Marktanteil von 4,8 % (4,6). Die Programmänderungen von 2004 brauchten eine bestimmte Anlaufzeit, hiess es dazu.

(sda)

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