Nati gegen Gibraltar: Hoffen auf ein Schützenfest
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Nati gegen GibraltarHoffen auf ein Schützenfest

Die vier Verlustpunkte gegen Dänemark und Irland könnten am Ende fehlen. Deshalb tut die Nati gut daran gegen Gibraltar für ein gutes Torverhältnis zu sorgen.

von
E. Tedesco
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«Ich hoffe, dass wir alle gegen Gibraltar ein Schützenfest bekommen», sagt Breel Embolo, der die Nati-Fans nach dem schwachen Remis in Irland gegen den Aussenseiter wieder mit vielen Toren versöhnen will.

«Ich hoffe, dass wir alle gegen Gibraltar ein Schützenfest bekommen», sagt Breel Embolo, der die Nati-Fans nach dem schwachen Remis in Irland gegen den Aussenseiter wieder mit vielen Toren versöhnen will.

Allerdings fehlen Haris Seferovic (59 Länderspiele/17 Tore) - er wird demnächst Vater - und Xherdan Shaqiri (22 Länderspieltore) im Wallis. Für die beiden Nati-Toptorschützen müssen andere in die Bresche springen.

Allerdings fehlen Haris Seferovic (59 Länderspiele/17 Tore) - er wird demnächst Vater - und Xherdan Shaqiri (22 Länderspieltore) im Wallis. Für die beiden Nati-Toptorschützen müssen andere in die Bresche springen.

Ein Kandidat ist Albian Ajeti. Der ehemalige FCB-Stürmer und aktuelle Angreifer von Westham traf in bisher 8 Länderspielen einmal.

Ein Kandidat ist Albian Ajeti. Der ehemalige FCB-Stürmer und aktuelle Angreifer von Westham traf in bisher 8 Länderspielen einmal.

«Wir werden korrigieren, was wir am Donnerstag gegen Irland falsch gemacht haben. In Irland waren wir schon sehr offensiv. In Sion wollen wir noch mehr Druck ausüben – und am besten ein frühes Tor erzielen», sagte Nati-Trainer Vladimir Petkovic an der Abschluss-Medienkonferenz in Montreux am Samstag. Dafür kommt der Gegner vom Sonntag gerade recht. Der krasse Aussenseiter Gibraltar steht in der Tabelle bei null Punkten und 0:12 Toren. 0:6 verlor man zuletzt gegen Dänemark.

Gegen Gibraltar, die Nummer 198 im Fifa-Ranking, ist ein Sieg Pflicht. «In solchen Spielen haben wir praktisch nie schlecht ausgesehen», so der Nati-Coach. Unter Petkovic blieb die Schweiz tatsächlich immer erfolgreich wenn sie als grosser Favorit in die Partie ging. In der EM-Qualifikation 2016 gab es gegen San Marino ein 4:0 und 7:0, gegen Litauen siegte man 4:0 und 2:1, Estland schlug die Schweiz 3:0 und 1:0. In der WM-Qualifikation 2018 holte die Nati Siege gegen Andorra (2:1, 3:0), die Färöer Inseln (2:0, 2:0) und Lettland (1:0, 3:0). Und zum Start der laufenden EM-Kampagne gab es einen 2:0-Erfolg gegen Georgien.

Gegen Gibraltar fehlen neben Stephan Lichtsteiner, Xherdan Shaqiri und Verteidiger Manuel Akanji, der sich in Irland am Sprunggelenk verletzte, auch Stürmer Haris Seferovic (wird Vater). Für den 59-fache Internationalen (17 Tore) und besten Nati-Torschützen hinter Shaqiri (22 Tore) könnte Albian Ajeti ins Team rücken.

Gavranovic die Alternative

Der ehemalige FCB-Angreifer und SL-Torschützenkönig 2017/18 bringt alles mit, was der Nati derzeit in der Offensive abgeht: Er setzt seinen Körper sehr gut ein, er hat einen guten Abschluss sowohl mit links als auch mit rechts, er hat den Torriecher und vor allem hat er, was viele Nationalspieler in Irland so vermissen liessen – den unbändigen Willen, drei Punkte zu holen. In seinen Einsätzen präsentiert sich der 22-Jährige immer geladen bis in die Haarspitzen.

Eine Alternative zu Ajeti ist Mario Gavranovic (21 Länderspiele/6 Tore). Der Zagreb-Stürmer kam zuletzt im März beim 2:0-Sieg gegen Georgien zum Einsatz. Sein letztes Länderspieltor erzielte er bei der 1:2-Niederlage in Belgien in der Nations League. Das temperamentvolle «Schlitzohr» kann mit seinem trickreichen Spiel, seiner Schnelligkeit und Wendigkeit durchaus eine gute Option für die Offensive sein.

In den bisherigen fünf Partien im Fussballjahr 2019 hat die Schweizer Nationalmannschaft sieben Treffer erzielt. Die Torschützen: Fabian Schär, Ricardo Rodriguez (Penalty), Remo Freuler, Granit Xhaka, Steven Zuber, Denis Zakaria und Breel Embolo. Sie hat aber nur eine dieser fünf Partien (3 Remis) gewonnen.

«Es geht in der EM-Qualifikation weiter. Wir haben noch alles vor uns», sagte Breel Embolo nach dem Remis in Dublin enttäuscht. «Ich hoffe, dass wir alle gegen Gibraltar ein Schützenfest bekommen. Aber einfach wird es nicht», so der Gladbach-Stürmer, der in Irland eine Chance nach der anderen versiebte. Ihm würden ein paar Tore guttun – und seine Tore der Schweiz.

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