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KassenschockHoffentlich sind Sie kein Thurgauer

Auch die Kassenexplosion ist in der Schweiz, wie es sich gehöhrt, von Kanton zu Kanton verschieden. Ein Thurgauer, der sich nicht um einen Kassenwechsel kümmert, zahlt im schlimmsten Fall 62 Prozent Prämien zu viel. Andernorts siehts nicht viel besser aus.

von
Cyprian Zajac

Sind Sie erwachsen, wohnhaft im Kanton Thurgau und haben eine Franchise von 2500 Franken im Standardmodell bei der Krankenkasse Compact? Dann sollten Sie unverzüglich ihre Kasse bis Ende November wechseln. Laut dem Vergleichsdienst Comparis.ch blüht Ihnen nächstes Jahr eine Prämienerhöhung von 62 Prozent. Mit einem Wechsel zum billigsten Anbieter könnten Sie über 1 000 Franken im Jahr sparen. Den grössten Aufschlag müssen allerdings erwachsene Personen mit Hausarztmodell und einer Franchise von 1500 Franken hinnehmen – ebenfalls im Kanton Thurgau. Denn wer dieses Profil erfüllt und etwa bei der Krankenkasse Sanatop versichert ist, muss mit einem Prämienanstieg von 67 Prozent rechnen. Hier würde ein Wechsel zum billigsten Abieter mit fast 1 200 Franken im Jahr zu Buche schlagen.

Baselland mit höchstem Prämienanstieg

Im kantonalen Vergleich schneidet Baselland am schlechtesten ab. Der durchschnittliche Prämienanstieg beträgt dort 27,8 Prozent. Ebenfalls teuer wird es für Versicherte in den Kantonen Bern und Aargau. Dort beträgt die durchschnittliche Prämienerhöhung 27,5 Prozent beziehungsweisse 22,4 Prozent. Versicherte im Kanton Appenzell Innerrhoden kommen vergleichsweise glimpflich davon: Dort beträgt die Erhöhung lediglich 11,4 Prozent. Die Berechungen basieren auf Prämien für Erwachsenen (traditionelles Modell, Franchise 2500 Franken).

Keine Einschränkungen bei einem Wechsel

Beim Wechsel zu einem günstigeren Anbieter wird oft befürchtet, dass Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen oder man nicht mehr ausreichend versichert ist. Dem ist nicht so: Die Leistungen für die Grundversicherung sind im Krankenversicherungsgesetz (KVG) klar definiert und bei jeder Kasse gleich. Zudem sind alle Krankenkassen dazu verpflichtet, jede Person, egal ob jung, alt, krank oder gesund, als Mitglied in die Grundversicherung aufzunehmen. Daher gibt es keine Gründe, nicht zum günstigsten Anbieter zu wechseln.

Die Krankenkassen unterscheiden sich hauptsächlich durch die verschiedenen Sparmodelle bei der Grundversicherung und bei den Zusatzversicherungen. Letztere sind nicht an die Grundversicherung gekoppelt, dementsprechend gibt es auch keine Aufnahmepflicht.

Wichtig bei der Wahl der Kasse ist auch, die Sparmodelle - beispielsweise Hausarzt, HMO oder Telmed - der einzelnen Kassen miteinander zu vergleichen. Diese sind oft markant günstiger als die traditionelle Variante.

Ihre optimale Prämie können Sie einfach und bequem mit dem Prämienrechner auf «20Minuten.ch» ermitteln.

Jetzt Prämien vergleichen: Finden Sie jetzt raus, wie hoch Ihre eigene Krankenkassen-Prämie 2010 sein wird. Gut möglich, dass Sie mit einem Kassenwechsel mehrere hundert Franken sparen. PLZ: Jahrgang: document.getElementById('krankenkasseVergleichDE').onsubmit=function(){ var g=function(id){ return document.getElementById(id); }; this.action="https://www.20min.ch/tools/krankenkassev2/krankenkasse.tmpl?"+g('quickPlzDE').value+"|"+g('quickJGDE').value; return true; }

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