Hoffnung auf Erfolg bei Atomverhandlungen mit dem Iran
Aktualisiert

Hoffnung auf Erfolg bei Atomverhandlungen mit dem Iran

Iran verhandelt mit europäischen Staaten über die Nutzung spaltbaren Materials für die zivile Nutzung. Europa geht von einem Erfolg aus. Die USA bleiben weiter skeptisch.

Die iranische Regierung erwartet bis Mitte März ein Ergebnis der Verhandlungen mit mehreren europäischen Staaten über die künftige Ausrichtung ihres Atomprogramms.

«Wir hoffen, dass sie zu einer sehr fruchtbaren Vereinbarung führen», sagte der iranische Aussenminister Kamel Charrasi am Dienstag bei einem Besuch in Budapest.

Die Verhandlungen seien noch im Gange, «aber die Schlussbewertung wird bis Mitte März erfolgen», sagte Charrasi. Die Teilnehmer seien auf der Suche nach einem Verfahren, wie die Bedenken hinsichtlich einer Abzweigung von strahlendem Material für die Produktion von Nuklearwaffen ausgeräumt werden könnten. Keine Kompromisse werde seine Regierung jedoch eingehen, wenn es um das Recht auf eine wirtschaftliche Nutzung der Kernenergie gehe. Die im vergangenen Jahr nach Gesprächen mit Frankreich, Grossbritannien und Deutschland beschlossene Aussetzung der Wiederanreicherung von Uran sei nicht unbefristet, sondern gelte zunächst nur für die Dauer der Verhandlungen, sagte der Aussenminister.

Charrasi traf am Montagabend in Budapest mit dem amtierenden EU-Ratsvorsitzenden Jean-Claude Juncker zusammen. «Wir denken, dass wir den Iran in Verhandlungen überzeugen können», sagte der luxemburgische Regierungschef am Rande einer Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (IKO).

Die iranische Regierung will nach eigenen Angaben schwach angereichertes Uran für die Energiegewinnung in Atomkraftwerken nutzen. Die USA und ihre Verbündeten befürchten jedoch, dass Teheran auch hoch angereichertes Uran für die Entwicklung von Atomsprengköpfen erzeugen könnte.

(dapd)

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