Aktienmärkte: Hoffnung auf Geldflut befeuert Japans Börse
Aktualisiert

AktienmärkteHoffnung auf Geldflut befeuert Japans Börse

Die Erwartung, dass Japans neuer Notenbankchef am Donnerstag den Geldhahn noch mehr aufdrehen wird, hat dem Nikkei-Index starken Schub verliehen.

Das Wetter ist Tokio ist zwar unfreundlich, aber an der Börse scheint die Sonne.

Das Wetter ist Tokio ist zwar unfreundlich, aber an der Börse scheint die Sonne.

Die Aussicht auf noch mehr Notenbankgeld in Japan hat am Mittwoch den Aktienmarkt in Tokio beflügelt. Der neue Notenbankchef Haruhiko Kuroda dürfte bei seiner ersten Zinsentscheidung am Donnerstag im Kampf gegen die hartnäckige Deflation das Ankaufprogramm für Staatsanleihen ausweiten. Investoren gingen deshalb auf Schnäppchenjagd, nachdem sich in den vergangenen Tagen vor allem kurzfristig orientierte Anleger von ihren Beständen getrennt hatten.

Der Nikkei-Index legte 2,99 Prozent auf 12'362 Punkte zu, der breiter gefasste Topix gewann 1,93 Prozent auf 1010 Punkte. Besonders das Index-Schwergewicht Fast Retailing trug zum Anstieg des Nikkei bei: Die Aktien des Detailhändlers gewannen 13,9 Prozent an Wert, nachdem die Bekleidungskette Uniqlo einen kräftigen Umsatzanstieg im März verkündet hatte.

Korea-Konflikt drückt auf die Stimmung

Ausserhalb Japans drückten jedoch die Kriegsdrohungen auf der koreanischen Halbinsel die Stimmung. In Börsenkreisen hiess es allerdings gleichzeitig, dass Entwicklungen im Korea-Konflikt in der Vergangenheit die Börsen jeweils nur kurz belastet hätten. Die Börse in Südkorea gab am Mittwoch 0,15 Prozent nach, der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ausserhalb Japans verlor 0,26 Prozent. (sda)

Deine Meinung