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SchuldenkriseHoffnung für Athen - Aufatmen in Madrid

Nach langem Zögern fassen die Euro-Länder nun doch eine Umschuldung Griechenlands ins Auge. Spanien konnte sich derweil mit günstigerem frischen Geld versorgen.

von
whr

Bisher hatte die Euro-Zone offiziell jegliche Umschuldung in Griechenland abgelehnt. Am späten Montagabend hatte Eurogruppen-Chef Jean- Claude Juncker jedoch erstmals von einer «Neuprofilierung» der Schulden gesprochen. Wenn das Euro-Land seine Verschuldung durch rasche Privatisierungen abbaue, könnte eine «sanfte Restrukturierung» möglich sein.

Die Euro-Finanzminister fassen nun offenbar eine sanfte Entschuldung ins Auge, die sie «Neuprofilierung» der Schulden nennen. Was das genau ist, blieb zunächst unklar. «Das ist eine beachtliche Änderung bei der öffentlichen Stellungnahme eines führenden Euro-Politikers», kommentierten die Ökonomen von JP Morgan die Äusserungen.

Günstiges Geld für Spanien

Spanien hat sich am Kapitalmarkt zu günstigeren Konditionen als zuletzt rund 5,5 Mrd. Euro an frischem Geld besorgt. Bei einer Auktion von Geldmarktpapieren mit einer Laufzeit von zwölf Monaten musste das Land den Investoren nur noch eine Rendite von 2,54 Prozent zahlen.

Im April waren noch 2,77 Prozent fällig geworden, wie das Finanzministerium in Madrid am Dienstag mitteilte. Für Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit von 18 Monaten wird ein Zins von 3,09 Prozent (zuletzt: 3,36 Prozent) fällig. Bei beiden Emissionen war die Nachfrage höher als zuletzt.

(whr/sda)

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