Aktualisiert 11.08.2007 05:43

Hoffnung für brasilianischen Regenwald

Die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes ist in den zurückliegenden zwölf Monaten auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2000 gesunken.

Verstärkte Kontrollen, eine bessere Zertifizierung von Landrechten und Schutzprojekte hätten die Entwaldung verlangsamt.

Dies teilte das Umweltministerium am Freitag mit. In den zurückliegenden zwölf Monaten seien rund 9600 Quadratkilometer abgeholzt worden, etwa ein Drittel weniger als noch im Vorjahr. «Dies ist ein grosser Erfolg für die brasilianische Gesellschaft», sagte Umweltministerin Marina Silva.

Umweltschützer begrüssten die Entwicklung, warnten jedoch vor einer erneuten Ausweitung der Zerstörung. Der wirkliche Test werde sein, ob die Abholung auch während einer Preisrallye bei den Rohstoffen weiter sinken werde, sagte Paulo Moutinho vom Umweltforschungsinstitut für den Amazonas. «Ich bin optimistisch, aber es ist zu früh zum Feiern.»

Die Zahlen beruhen auf einer vorläufigen Auswertung von Satellitenbildern und haben eine Fehlermarge von zehn Prozent. Ein endgültiger Bericht soll im November veröffentlicht werden. (sda)

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