Rezessionsende: Hoffnungen beflügelten Börse

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RezessionsendeHoffnungen beflügelten Börse

Neue Hoffnungen auf ein baldiges Rezessionsende haben zum Wochenschluss die internationalen Aktienmärkte beflügelt. Das Schweizer Blue-Chips-Barometer SMI schloss am Freitag rund 1,8 Prozent höher bei knapp 6140 Zählern. Als Lokomotiven erwiesen sich die Finanzwerte. UBS legte fast 6,5 Prozent zu.

Der Swiss Market Index (SMI) beschloss die Handelswoche mit 6.139,8 Punkten 1,79 Prozent höher als am Vorabend. Binnen Wochenfrist verbesserte er sich damit um 2,6 Prozent, binnen Monatsfrist um 6,6 Prozent. Und seit Jahresbeginn ist der SMI um 10,9 Prozent gestiegen. Im Vorjahresvergleich stand er allerdings noch um 12,3 Prozent im Minus.

Angetrieben wurde der jüngste SMI-Anstieg von den Finanzwerten. Bei den Grossbanken legten UBS und Credit Suisse im Vorabendvergleich um 6,4 beziehungsweise 3,33 Prozent zu. Das UBS-Papier wurde zum Schluss mit 8,62 Franken bewertet. Die Grossbanken wurden aber von der Bank Julius Bär in den Schatten gestellt, die sich sogar um 9,17 Prozent verbesserte und damit zu den grössten Tagesgewinnern der Schweizer Börse gehörte. Bei den Versicherungen buchten Swiss Re und Zürich mit 3,17 beziehungsweise 1,94 Prozent ebenfalls überdurchschnittliche Kursgewinne. Ausserhalb des Finanzsektors fielen Holcim mit plus 5,06 Prozent sowie ABB, Nobel Biocare und Synthes mit Kursgewinnen von mehr als zwei Prozent ins Auge.

Bernanke lässt aufhorchen

Die neuen Hoffnungen auf ein baldiges Rezessionsende wurden namentlich von Äusserungen des US-Notenbankpräsidenten Ben Bernanke geschürt. Er hatte gleichentags erklärt, die US-Wirtschaft scheine sich zu fangen. Die Aussichten auf eine Rückkehr zum Wachstum seien gut. Zugleich stiegen in den USA die Hauskäufe stärker als erwartet.

Dies beflügelte die europäischen Aktienmärkte zusätzlich, nachdem sie schon den ganzen Tag über im Steigflug gewesen waren. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex (DAX) 2,9 Prozent höher bei 5.463 Zählern. Paris und London avancierten sogar um 2,9 beziehungsweise 2,0 Prozent. In New York stand der Dow-Jones-Index ausgewählter Industriewerte am frühen Nachmittag (Ortszeit) bei 9.493 Punkten und damit 1,5 Prozent höher als am Vorabend. Zuvor hatte der japanischen Nikkei-Index 1,4 Prozent auf rund 10.238 Punkte nachgegeben. (dapd)

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