Aktualisiert 22.12.2003 20:22

Hoffnungsloser Kampf gegen Uhrenfälschungen

Uhrenfälschungen sind und bleiben die Sorgenkinder des Verbandes der schweizerischen Uhrenindustrie (FH).

Im Kampf gegen die Kopien geht es dem Branchenverband hauptsächlich darum, das Vertrauen der Kunden zu bewahren.

«Der konsequente Kampf gegen Uhrenfäschungen ist umso wichtiger, als es illusorisch ist zu glauben, man könne diese Unwesen ganz ausrotten. Dieser Kampf kostet zwar viel Geld, doch sind wir das unseren Kunden schuldig», erklärte FH-Präsident Jean-Daniel Pasche in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

Für das neue Jahr ist Pasche zuversichtlich: Der kommende Aufschwung werde der schweizerischen Uhrenindustrie wieder zu einem soliden Export-Wachstum verhelfen. Neben den traditionellen Absatzmärkten setzt die Branche neu auf das aufstrebende China.

China ist aber gleichzeitig das grösste Sorgenkind der Branche: «Das Phänomen ist vor allem in China besorgniserregend. Seit dem Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation WTO besteht zwar in Peking ein politischer Wille, den Kampf gegen Markenfälschungen auf zu nehmen. Die Frage bleibt aber, wie dieser politische Wille in der Realität umgesetzt wird», sagte FH-Präsident weiter.

Die Schweizer Uhrenindustrie könne bei ihrer Jagd auf Fälscher auch einige Erfolge vermelden. So seien im Laufe des zu Ende gehenden Jahres in Asien mehrer Hunderttausend Uhrenfälschungen vernichtet worden. Vor kurzen seien in Dubau 400 000 Uhrenfälschnungen das gleiche Ende bereitet worden, versicherte Pasche.

(ft/SDA)

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