Alitalia-Grounding: Hoffnungsschimmer für Alitalia
Aktualisiert

Alitalia-GroundingHoffnungsschimmer für Alitalia

Im Ringen um die Rettung der maroden Alitalia gibt es erste Fortschritte: Vier von neun Gewerkschaften haben sich in der Nacht mit der Investoren-Gruppe CAI auf ein Rahmenabkommen geeinigt.

Demnach sollen 12 500 Beschäftigte in die neue Gesellschaft übernommen werden, darunter 1550 Piloten, 3300 Flugbegleiter sowie 7650 Techniker und weitere Angestellte.

Die einflussreichen Gewerkschaften der Piloten und Fluglotsen haben dem Rettungsplan allerdings noch nicht zugestimmt. Mit ihnen sollte den Angaben zufolge bei einem erneuten Treffen am Montag weiter verhandelt werden.

CAI-Generalsekretär Raffaele Bonnani bezeichnete das Abkommen als «wichtigen Schritt, um die Alitalia zu retten». Wie Medien unter Berufung auf die Gewerkschaften berichteten, hatten die Investoren zuvor angeboten, 11 500 Personen wieder einzustellen.

Gewerkschaften, Regierungsvertreter und Investoren hatten seit Sonntagabend im Arbeitsministerium in Rom über die Rettung der Fluggesellschaft beraten. Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte sich zuvor persönlich in die Gespräche eingeschaltet.

Berlusconi hatte eine Gruppe von 16 Investoren aus Italien zusammengebracht, die die rentablen Bereiche der bisher noch halbstaatlichen Alitalia übernehmen sollen.

Verlustbringer sollten in einem anderen Unternehmen verbleiben und abgewickelt werden. Alitalia schreibt seit Jahren hohe Verluste und konnte den Betrieb in den vergangenen Monaten nur durch einen Überbrückungskredit aufrecht erhalten. Das Unternehmen hatte sich Ende August für pleite erklärt und wurde unter die Verwaltung von Sonderkommissar Fantozzi gestellt. (sda)

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