Whatsapp-Gruppe – Hohe Bussen für 96 Personen, weil sie vor Polizeikontrollen gewarnt haben
Publiziert

Whatsapp-GruppeHohe Bussen für 96 Personen, weil sie vor Polizeikontrollen gewarnt haben

Die Staatsanwaltschaft Sursee hat eine öffentliche Chatgruppe ausgehoben, in der unerlaubterweise vor Verkehrskontrollen gewarnt wurde. Rund 100 Personen wurden verurteilt.

von
Nathan Keusch
1 / 5
In einer Whatsapp-Gruppe wurde vor Polizeikontrollen gewarnt.

In einer Whatsapp-Gruppe wurde vor Polizeikontrollen gewarnt.

Police cantonale valaisanne
215 Personen waren Mitglieder in der öffentlichen Whatsapp-Gruppe. 96 haben Warnungen geteilt.

215 Personen waren Mitglieder in der öffentlichen Whatsapp-Gruppe. 96 haben Warnungen geteilt.

20min/Stevan Bukvic
Die Staatsanwaltschaft Sursee hat alle Personen, die aktiv Warnungen in den Chat geschrieben haben, wegen des öffentlichen und teilweise mehrfachen Warnens vor behördlichen Kontrollen im Strassenverkehr verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft Sursee hat alle Personen, die aktiv Warnungen in den Chat geschrieben haben, wegen des öffentlichen und teilweise mehrfachen Warnens vor behördlichen Kontrollen im Strassenverkehr verurteilt.

Luzerner Polizei

Darum gehts

  • Die Staatsanwaltschaft Sursee ist gegen eine Whatsapp-Gruppe vorgegangen.

  • In der Gruppe wurde unerlaubterweise vor Polizei- und Geschwindigkeitskontrollen gewarnt.

  • Für 96 User der Gruppe hat dies eine Verurteilung und eine hohe Busse zur Folge.

Die Staatsanwaltschaft Sursee hat eine Untersuchung gegen 215 Personen einer öffentlichen Whatsapp-Gruppe geführt. Zweck und Inhalt der Chatgruppe war es laut Staatsanwaltschaft, sich gegenseitig vor Polizei- und Geschwindigkeitskontrollen zu warnen. Insgesamt hätten 96 Personen dieser Whatsapp-Gruppe Warnmeldungen verfasst.

Die Staatsanwaltschaft Sursee hat alle Personen, die aktiv Warnungen in den Chat geschrieben haben, wegen des öffentlichen und teilweise mehrfachen Warnens vor behördlichen Kontrollen im Strassenverkehr verurteilt. Strafbar sei dies insbesondere darum gewesen, weil die Gruppe einen öffentlichen Charakter hatte und die Mitteilungen nicht im privaten Rahmen erfolgt seien. «Die Gruppe war gut strukturiert und warnte vor den Kontrollen in einem professionell organisierten Rahmen», sagt der Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Simon Kopp. Im Gruppenbeschrieb seien genaue Regeln definiert worden, die von den Userinnen und Usern eingehalten werden mussten. Weiter sei nicht nur auf stationäre Radaranlagen sondern auch auf mobile Laserkontrollen oder spontane Polizeikontrollen am Strassenrand hingewiesen worden, erklärt Kopp.

Luzerner Polizei veröffentlicht Radar-Standorte selbst

Die Luzerner Polizei veröffentlicht wöchentlich die Standorte der stationären und semi-stationären Radaranlagen. Dies wird basierend auf einem politischen Vorstoss und einer regierungsrätlichen Anordnung umgesetzt. Nicht publiziert werden mobile Radaranlagen, Lasermessungen sowie Verkehrskontrollen.

Bei den verurteilten Userinnen und Usern handelt es sich um Personen im Alter zwischen 23 bis 56 Jahren. Sie müssen nun Bussen von mehreren Hundert Franken bezahlen. Zudem haben die Verurteilten auch die Untersuchungskosten zu bezahlen. Alle Urteile sind rechtskräftig.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung