Demonstration in Bern: Hohe Sicherheitskosten für «Marsch fürs Läbe»
Aktualisiert

Demonstration in BernHohe Sicherheitskosten für «Marsch fürs Läbe»

In rund zwei Wochen gehen in Bern erneut Abtreibungsgegner im Rahmen des «Marsch fürs Läbe» auf die Strasse. Die Organisatoren bedauern die hohen Sicherheitskosten.

von
bho
Eine Teilnehmerin der Kundgebung Marsch fürs Läbe 2016 in Bern.

Eine Teilnehmerin der Kundgebung Marsch fürs Läbe 2016 in Bern.

Keystone/Peter Klaunzer

«Wir wollen friedlich unterwegs sein», betonte OK-Präsident Daniel Regli am Mittwoch vor den Medien in Bern. Dass der Bundesplatz am 15. September wieder hermetisch abgeriegelt werden müsse, sei eine Folge der drohenden Anfeindungen aus linksautonomen Kreisen.

Es sei zu befürchten, dass die Platzkundgebung in Bern auch dieses Jahr Sicherheitskosten von mehreren hunderttausend Franken verursachen dürfte. Die Verantwortung dafür trügen all jene, die den Anlass stören wollten, so die Organisatoren.

«Der Schmerz danach»

Der «Marsch fürs Läbe» fand bereits 2016 einmal in Bern statt. Hunderte Polizisten sorgten damals dafür, dass 1700 Menschen aus dem christlich-konservativen Milieu vor dem Bundeshaus gegen Abtreibungen und Sterbehilfe demonstrieren konnten. Hunderte Gegendemonstranten machten ihren Unmut in der Innenstadt kund.

Die diesjährige Kundgebung steht unter dem Motto «Abtreibung – der Schmerz danach». Auf dem Bundesplatz sollen Frauen berichten, welch weitreichende Folgen ihre Abtreibungen hatten. Das Thema wird nach Meinung der Organisatoren in der Öffentlichkeit weitgehend tabuisiert.

Der «Marsch fürs Läbe» fand seit 2010 sechsmal in Zürich statt, einmal in Bern und zuletzt in Flüeli-Ranft OW. Im kommenden Jahr soll er wieder in Zürich über die Bühne gehen, wie Regli sagte.

(bho/sda)

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